Baby stirbt in Badewanne
Polizei stellt nach Tod eines Säuglings in Espelkamp Mordkommission auf

Espelkamp -

In Espelkamp (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein kleines Kind ums Leben gekommen – dem ersten Anschein nach auf tragische Weise.

Samstag, 23.01.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 16:50 Uhr
Das Rathaus von Espelkamp: Luftlinie ein paar hundert Meter entfernt kam es am Freitag in einem Mehrfamilienhaus der Aufbaugesellschaft Espelkamp zu dem Tod des Babys.
Das Rathaus von Espelkamp: Luftlinie ein paar hundert Meter entfernt kam es am Freitag in einem Mehrfamilienhaus der Aufbaugesellschaft Espelkamp zu dem Tod des Babys. Foto: Felix Quebbemann

Polizei und Staatsanwaltschaft hielten sich am Freitag mit Informationen zurück. Bekannt wurde aber, dass das Polizeipräsidium Bielefeld eine Mordkommission eingesetzt hat, die Spuren sichern und die Hintergründe des Falls aufklären soll.

Nach Informationen dieser Zeitung soll die Mutter, die an einer Krankheit leiden soll, alleine mit ihren drei kleinen Kindern in der Wohnung gewesen sein, die in einem Mehrfamilienhaus Richtung Stadtrand liegt. Die Frau soll sich am Freitag entschlossen haben, das jüngste Kind, einen angeblich elf Monate alten Säugling, zu baden, und das Kind in die Wanne gesetzt haben – ohne das Wasser aufzudrehen.

Anschließend soll es der Frau so schlecht gegangen sein, dass sie zu ihren Medikamenten griff. Nach unbestätigten Informationen soll sie sich deshalb eine Spritze gegeben haben.

Als sich der Zustand der Frau gebessert hatte, soll ihr das Baby in der Badewanne wieder eingefallen sein. Nach ihrer eigenen Aussage ging sie daraufhin ins Badezimmer und fand das elf Monate alte Kind schwerverletzt in der Badewanne, in der nun aber heißes Wasser war.

Die Frau lief schreiend zu einer Nachbarin, die den Notruf wählte, aber in der Aufregung ihre eigene Adresse angab. So soll es zu einer Verzögerung beim Notarzteinsatz gekommen sein, die aber nicht ausschlaggebend gewesen sein soll. Der Arzt soll fast eine Stunde lang versucht haben, das schwerverletzte, leblose Kind zu retten, bevor er seine Bemühungen einstellen musste. Die Staatsanwaltschaft will den Säugling obduzieren lassen, um die Todesursache zweifelsfrei zu klären.

Die Mutter soll bei der Kripo angegeben haben, eines der beiden älteren Kinder (auch sie sind im Kleinkindalter) müsse das heiße Wasser aufgedreht haben, als sie sich um sich selbst gekümmert habe. Ob das so war oder ob das eine Schutzbehauptung ist, will die Mordkommission versuchen zu klären. Nach unbestätigten Informationen soll das Jugendamt informiert worden sein, um das Wohl der anderen beiden Geschwister sicherzustellen. Ob die Mutter als Beschuldigte gilt und möglicherweise festgenommen wurde oder ins Krankenhaus kam, war am Freitag nicht zu erfahren.

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