Polizei in Nordhessen stellt Drogen im Wert von 220.000 Euro sicher
Bielefelder (32) betreibt Cannabis-Plantage

Hessisch Lichtenau/Bielefeld (WB/mdel). -

Zusammen mit Komplizen soll ein 32-jähriger Bielefelder in Nordhessen im großen Stil eine Drogen-Plantage betrieben haben. Dienstagabend wurden der Bielefelder und ein 25-jähriger Mann aus Niedersachsen von der Polizei festgenommen. Die Beamten stellten 22 Kilogramm Drogen im Wert von 220.000 Euro sicher.

Freitag, 05.02.2021, 13:10 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 13:16 Uhr
Die bereits abgeerntete Cannabis-Plantage im Inneren der Halle.
Die bereits abgeerntete Cannabis-Plantage im Inneren der Halle. Foto: Polizei Eschwege

„Den beiden 32 und 25 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, zusammen mit weiteren Komplizen eine Indoor-Drogenplantage aufgebaut und betrieben zu haben. Gegen die Tatverdächtigen wird nun wegen des illegalen Anbaus von Cannabis-Pflanzen ermittelt“, teilt die Polizei im nordhessischen Eschwege mit.

Im Januar wurden die Beamten der Kriminalpolizei auf die Männer aufmerksam, von denen einer in Hessisch Lichtenau offenbar schon im Herbst vergangenen Jahres eine leer stehende Lagerhalle angemietet hatte. „Aufgrund eingehender Hinweise im Januar dieses Jahres auf das besagte Objekt, verdichteten sich die Anzeichen dafür, dass die Halle für den Betrieb einer illegalen Cannabis-Plantage benutzt wird“, so die Polizei. Am Dienstagabend seien dann ein aus Bielefeld stammender 32-Jähriger und ein aus Niedersachsen stammender 25-Jähriger als Tatverdächtige im Zuge von Fahndungsmaßnahmen vorläufig festgenommen worden.

Neue Setzlinge von Cannabis-Pflanzen, Dünger usw. standen schon für die neue Zucht bereit.

Neue Setzlinge von Cannabis-Pflanzen, Dünger usw. standen schon für die neue Zucht bereit. Foto: Polizei Eschwege

Wie die Beamten der Kriminalpolizei bei der Durchsuchung der betreffenden Lagerhalle später feststellten, waren das Erdgeschoss und das Kellergeschoss des Gebäudes auf einer Grundfläche von etwa 10 x 20 Metern fast gänzlich mit Pflanzgefäßen zugestellt. In den zum Zeitpunkt der Durchsuchung bereits leeren Töpfen sollen die Tatverdächtigen Cannabis-Pflanzen herangezogen haben.

Die geernteten Marihuana-Blüten konnten die Ermittler bereits fertig verpackt in den Räumen sicherstellen. Es handelte sich um eine Menge von etwa 22 Kilogramm dieser verbotenen Substanz, was ungefähr einem Straßenverkaufswert von 220.000 Euro entspricht.

Darüber hinaus stellten die Beamten ein umfangreiches Equipment zum Betrieb einer Pflanzenplantage sicher, darunter Heiz- und Belüftungsgeräte, Lampen, Bewässerungsanlagen sowie große Mengen Dünger im Wert von mehreren tausend Euro.

Die Lagerhalle in Hessisch Lichtenau. Von außen recht unscheinbar.

Die Lagerhalle in Hessisch Lichtenau. Von außen recht unscheinbar. Foto: Polizei Eschwege

Bei der Durchsuchung wurden darüber hinaus neue Cannabis-Setzlinge entdeckt, etwa 1560 Stück, die offenbar zum Heranziehen einer neuen Charge Cannabis-Pflanzen genutzt werden sollten. Die Pflanzensetzlinge wurden ebenfalls von der Polizei sichergestellt.

Die beiden Tatverdächtigen, die nach bisherigen Erkenntnissen noch Komplizen hatten, müssen sich nun wegen des unerlaubten Anbaus und Handelns mit Cannabis in nicht geringen Mengen strafrechtlich verantworten.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel hat das Amtsgericht in Eschwege einen Untersuchungshaftbefehl gegen die beiden Männer erlassen, die mittlerweile in die Justizvollzugsanstalt nach Kassel eingeliefert wurden.

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