Bielefelder Ordnungsamt meldet nach sonnigem Traumwochenende erhöhte Zahl von Verstößen
150 Bußgelder, vier illegale Partys

Bielefeld (WB) -

Nach dem sonnig-warmen Wochenende mit zig tausend frischlufthungrigen Menschen meldet das Bielefelder Ordnungsamt eine erhöhte Zahl von Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Es seien zwischen Freitagnachmittag und Sonntagabend vier illegale Partys aufgelöst und um die 150 Bußgelder wegen Missachtung von Maskenpflicht oder Abstandsregeln verhängt worden, zog ein Sprecher des Ordnungsamtes Bilanz. Zudem hätten die amtseigenen Streifen in Sachen Coronaschutzauflagen noch etwa 400 mündliche Verwarnungen ausgesprochen.

Dienstag, 23.02.2021, 11:15 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 15:10 Uhr
Das Bielefelder Ordnungsamt kontrollierte am Wochenende in der Innenstadt und in den Parkanlagen.
Das Bielefelder Ordnungsamt kontrollierte am Wochenende in der Innenstadt und in den Parkanlagen. Foto: dpa

„Die gesamten Parkanlagen in Bielefeld waren am Wochenende sehr gut, die Hotspots wie Obersee, Bürgerpark und Sparrenburg waren sogar extrem gut besucht. Die meisten Menschen halten sich an die Regeln, aber eben nicht alle“, sagte der Amtssprecher. Wer in den ausgewiesenen Gebieten wie den Fußgängerzonen ohne Maske herum laufe und von einer der Ordnungsamts-Streifen dabei erwischt werde, der zahle mindestens 50 Euro.

Das Zwanzigfache und mehr wird für die fällig, die die Abstandsregeln im öffentlichen Raum (zwei Mitglieder eines Haushaltes plus eine weitere Person) missachten. „Wenn zwei Pärchen gemeinsam spazieren gehen, sind das vier Abstandsverstöße zu je 250 Euro. Dann kostet der Spaziergang insgesamt 1000 Euro“, rechnet der Ordnungsamtssprecher vor.

Private Feier mit 20 Personen

Noch viel teurer könnte es für die Teilnehmer der vier illegalen Privatpartys vom Wochenende in Bielefeld werden. In solchen Fällen könnten im Einzelfall Bußgelder von bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Als Faustregel gilt laut Ordnungsamt: Das höchste Bußgeld muss stets der Party-Veranstalter zahlen.

Eine Privatfeier flog in der Nacht zum Samstag auf, die anderen drei Partys wurden in der Nacht zum Sonntag öffentlich. Teilweise seien „nach Meldungen von Privatleuten“ (Umschreibung für Nachbarn melden Ruhestörungen) Polizisten zur Unterstützung hinzugezogen worden. „Es handelte sich in zwei Fällen um Geburtstagsfeiern“, sagte der Sprecher vom Ordnungsamt. Bei den anderen beiden Partys stehe der Anlass noch nicht genau fest.

Während drei der Feiern im eher kleineren Rahmen stattgefunden hätten (weniger als 20 Teilnehmer), habe es die vierte Party „in sich gehabt“. „Dort konnten noch vor Ort um die 20 Personen festgestellt werden“, deutete der Sprecher an, das ein Teil der Feiernden offenbar vor Eintreffen der Ordnungskräfte bereits ins Dunkel der Nacht geflüchtet war.

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