Die Anmeldezahlen für Bielefelds weiterführende Schulen liegen vor – Gymnasien weit vorn
Bekommt mein Kind den Wunschplatz?

Bielefeld -

Welchen Schulabschluss wünschen sich Bielefelds Eltern für ihre Kinder am häufigsten? Abitur! Das lässt sich aus den aktuellen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in der Stadt ablesen. Die Akzeptanz bei den vier städtischen Gesamtschulen nimmt dagegen weiter ab.

Mittwoch, 24.02.2021, 18:38 Uhr
Knapp 3000 Kinder wechseln im Sommer von den Grund- auf die weiterführenden Schulen der Stadt.
Knapp 3000 Kinder wechseln im Sommer von den Grund- auf die weiterführenden Schulen der Stadt. Foto: Armin Weigel / dpa

Für die fünften Jahrgänge der sieben städtischen Gymnasien liegen für das Schuljahr 2021/22 derzeit 818 Anmeldungen vor, 48 mehr als im Vorjahr. Die rund 400 Anmeldungen an nichtstädtischen Gymnasien (Bodelschwingh, Hans Ehrenberg, Marienschule, Georg Müller) hinzugerechnet, ist dieses Schulform die mit Abstand beliebteste.

Bei den vier städtischen Gesamtschulen setzt sich dagegen der Trend der Vorjahre fort. Für sie gibt es weniger Interessenten. 382 Anmeldungen liegen vor. 158 Plätze sind noch frei. 2020 gab es noch 434 Erstanmeldungen für die Gesamtschulen. Lediglich die Gesamtschule Quelle hat 20 Anmeldungen mehr als freie Plätze.

Bei den Realschulen ist das Bild sehr unterschiedlich. Insgesamt gingen hier die die Anmeldungen von 919 auf 844 zurück, einige Schulen sind aber wieder „überbucht“, wie die Luisenschule (eine Anmeldüberhang von 66 Kindern) und die Realschule Heepen (59 Kinder). Bei den Sekundarschulen hat die in Gellershagen an Beliebtheit zugelegt, verzeichnete 20 Anmeldungen mehr als Plätze zur Verfügung stehen. An der Sekundarschule Königsbrügge gab es dagegen eine Punktlandung.

Kommentar

 

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„Bekommt mein Kind nun tatsächlich den Wunsch-Schulplatz?“, fragen sich die Eltern. Georgia Schönemann, Leiterin des städtischen Amtes für Schule, sagt, wie es weitergeht: „Jetzt wird überlegt, ob es an einzelnen Schulen Mehrklassen geben kann.“ Die Entscheidung darüber werde der Schulausschuss am 16. März treffen. Erst dann werde es von den Schulen die Annahme- oder Ablehnungsbescheide geben, können die Eltern abgelehnter Schüler ihre Kinder an Schulen mit freien Kapazitäten anmelden.

Denn auf die Gesamtstadt gesehen ist das Angebot an den weiterführenden Schulen im kommenden Schuljahr sehr ausgeglichen. So werden die Kapazitäten der Realschulen nicht vollends erschöpft, gibt es insgesamt noch 20 freie Plätze. Bei den Gymnasien fehlt es rein rechnerisch nur an zwei Plätzen. Besonders nachgefragt sind Waldhof (29 Anmeldungen zu viel), Ceci (28) und Helmholtz (33). Am Gymnasium Heepen sind dagegen noch 41 Plätze frei, am Max Planck, das als einziges Gymnasium noch G8 anbietet, 42.

In Zukunft dürfte es an Bielefelds weiterführenden Schulen deutlich enger zugehen. Für die Grundschulen kündigen sich bereits wachsende Jahrgänge an, worauf die Stadt mit dem Bau dreier neuer Schulen reagieren will. Mitte des Jahrzehnts kommen diese Grundschüler dann auch in der Sekundarstufe I an. Aktuell wird deshalb mindestens rechnerisch der Bedarf für zwei weitere Gymnasien in der Stadt gesehen. Im April will die Verwaltung den Entwurf der künftigen Schulentwicklungsplanung vorlegen, muss die Politik entscheiden, wohin die bildungspolitische Reise in Bielefeld gehen soll.

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