DB Netz will in Bielefeld Lärmschutzwände bauen
Ruhiger schlafen an der Bahn

Bielefeld (WB) -

Mit dem Bau zweier Lärmschutzwände will die Netzgesellschaft der Deutschen Bahn AG ihre Lärmsanierung innerhalb des Bielefelder Stadtgebietes fortsetzen. Geplant sind eine 1079 Meter lange Wand in Höhe der Siedlung Lehmstich/Stadtheider Straße/Schillerstraße und auf der anderen Seite der Bahnstrecke ein 556 Meter langer Abschnitt zwischen Stadtheider und Schiller-/Steubenstraße.

Samstag, 27.02.2021, 08:00 Uhr
Die DB Netz plant zwei Lärmschutzwände auf der Trasse nordwestlich der Beckhausstraße.
Die DB Netz plant zwei Lärmschutzwände auf der Trasse nordwestlich der Beckhausstraße. Foto: Heinz Stelte

Begonnen werden soll mit dem Bau des westlichen Abschnitts im kommenden Jahr. Auf der östlichen Seite wird es voraussichtlich erst 2024 losgehen. Investiert werden sollen in den Lärmschutz 3,6 Millionen Euro. Die Pläne werden am kommenden Donnerstag in der Bezirksvertretung Mitte vorgestellt.

Die neuen Wände bedeuten einen Schutz für 147 Wohnungen, die sich direkt am Bahnkörper befinden. Nach dem Bau der Lärmschutzwände sind aber an weiteren 1898 Wohneinheiten passive Lärmschutzmaßnahmen wie die Förderung von Lärmschutzfenstern geplant. Dafür stellt die Deutsche Bahn weitere 600.000 Euro zur Verfügung.

Im November 2020 hat die DB Netz AG die Planunterlagen vorgelegt, mit der Bitte um Stellungnahme der Stadt Bielefeld als „Trägerin öffentlicher Belange“. Grundsätzliche Bedenken gegen das Lärmsanierungsvorhaben gibt es seitens der Stadt nicht.

 

Von den neuen Lärmschutzwänden sollen vor allem auch die Bewohner im Quartier rund um die Schillerstraße profitieren.

Von den neuen Lärmschutzwänden sollen vor allem auch die Bewohner im Quartier rund um die Schillerstraße profitieren. Foto: Bernhard Pierel

Alle Lärmschutzwände bestehen aus beidseitig hochschallabsorbierenden Aluminiumelementen mit einer Höhe von drei Metern über der Schienenoberkante. Die Bauarbeiten können größtenteils von den Gleisanlagen aus erledigt werden.

Die Bereiche Brake und Schildesche waren als erste im Bielefelder Stadtgebiet in den Genuss neuer Lärmschutzeinrichtungen entlang der Bahntrasse gekommen. In diesem Jahr beginnen im Bereich Brackwede die Arbeiten zum Bau von Lärmschutzwänden auf drei weiteren Abschnitten. Dort sollen davon mehr als 700 Wohnungen profitieren. Die Kosten für die Lärmschutzwände im Bielefelder Süden sind mit vier Millionen Euro veranschlagt.

Die Lärmschutzwände bewirken eine durchschnittliche Pegelminderung bis etwa 4,7 dB(A). Zum Vergleich: An Bahnstrecken kann der Lärmpegel bis zu 65 dB(A) hoch sein. Beim Neubau einer Straße gibt es Grenzwerte, die eingehalten werden müssen: In reinen Wohngebieten liegen sie tagsüber bei 59 dB(A), nachts bei 49 dB(A).

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