Banner markieren den nächsten Bauabschnitt
Kesselbrink-Hochhaus: Montage der Fassade startet

Bielefeld (WB) -

Es tut sich was am Kesselbrink-Hochhaus. Die Installation von Bannern, aus allen Himmelsrichtungen hoch über den Dächern der Stadt sichtbar, soll den Beginn eines neuen Bauabschnitts markieren: Die Montage der Fassade startet.

Dienstag, 04.05.2021, 11:01 Uhr aktualisiert: 04.05.2021, 11:56 Uhr
Profikletterer bringen die Banner an der Fassade an.
Profikletterer bringen die Banner an der Fassade an. Foto: Goldbeck

Die Firma Goldbeck baut das stadtbildprägende Hochhaus zu einem modernen Bürogebäude um und will dies nun mit einer Botschaft unterstreichen: „Bauen im Bestand – building excellence“. Vier schwindelfreie Kletterer haben sich deshalb am Montag aufgeschwungen, um die Banner fachgerecht zu montieren. Doch nicht nur die Höhe, auch Bausubstanz und Windlasten machten die Installation komplex.

Industriekletterprofi Sascha Deiters, Inhaber der ausführenden Bielefelder Firma Climbix: „Wir haben die Gegebenheiten vor Ort zuerst gemeinsam mit dem Goldbeck-Projektteam geprüft und dann zusammen mit dem Bannerhersteller ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt.“ Insgesamt wurden 14 Bannerteile an der Attika des Gebäudes und den Mastkletterbühnen auf jeder Gebäudeseite montiert – insgesamt fast 380 Quadratmeter Stoff. „Wir freuen uns, den Start der Fassadenmontage mit diesem aufmerksamkeitsstarken Zeichen zu markieren“, sagt Kai Becker, Leiter der Goldbeck-Niederlassung „Bestands- und Schulgebäude“ in Bielefeld.

 

Das Hochhaus soll zu einem modernen Bürogebäude umgebaut werden.

Das Hochhaus soll zu einem modernen Bürogebäude umgebaut werden. Foto: Goldbeck

Sein Montageteam beginnt nun, die Fassaden-Unterkonstruktion anzubringen, dann folgen die Fensterelemente und die Alukassetten der Fassade. Es nutzt dafür vier Mastkletterbühnen, die außen am Gebäude auf und ab fahren. Die Bauteile werden mit den im Innenraum vorhandenen Aufzügen nach oben transportiert und dann aus dem Gebäude an die Monteure auf den Bühnen herausgegeben.

Gestartet wird an der witterungsanfälligsten Seiten in südwestlicher Himmelsrichtung. Das Team beginnt oben und arbeitet sich in die tieferen Etagen vor, damit die bereits fertig montierten Elemente nicht durch das Vorbeifahren der Mastkletterbühne beschädigt werden.

Zeitnah beginnen nun auch die Dacharbeiten, die für eine bessere Dämmung des Gebäudes sorgen sollen. Im Inneren werden lichtdurchflutete Büroräume nach aktuellem energetischen Standard entstehen. Besonderheit: Die Büroflächen werden flexibel nutzbar sein: „Die Art und Weise, wie Menschen in Büros arbeiten, hat sich nicht zuletzt durch Corona sehr verändert“, so Kai Becker. Es werde immer wichtiger, starre Strukturen aufzubrechen, Büroflächen bedarfsgerecht zu gestalten und dabei auch variable Teamsituationen zu berücksichtigen.

Die nächsten Schritte im Revitalisierungsplan: Zunächst werden zwei Personenaufzüge im Ostteil des Gebäudes erneuert. Danach entstehen ein zusätzlicher Personenaufzug im Westteil und ein Feuerwehraufzug im Gebäudekern.

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