Fr., 28.12.2018

Hallenmasters: SCP gewinnt das Finale gegen Steinhagen 6:2 – mit Video Der fünfte Stern: Favorit Peckeloh liefert

Die Party kann beginnen. Fußball-Landesligist SC Peckeloh hat zum fünften Mal das Altkreis-Hallenmasters gewonnen und feiert den Erfolg mit seinen Fans. Fotos: Sören Voss

Die Party kann beginnen. Fußball-Landesligist SC Peckeloh hat zum fünften Mal das Altkreis-Hallenmasters gewonnen und feiert den Erfolg mit seinen Fans. Fotos: Sören Voss

Von Stephan Arend, Gunnar Feicht und Jens Horstmann

Halle  (WB). »Holt die Altkreis-Krone heim.« Auf einem großen Plakat haben die Anhänger des SC Peckeloh kundgetan, was sie von ihrer Mannschaft erwarten – nicht mehr und nicht weniger. Und der ausrichtende Fußball-Landesligist liefert. Mit einem 6:2 (3:2)-Erfolg im Finale gegen Spvg. Steinhagen sichert sich der Top-Favorit seinen fünften Masters-Titel.

Somit ist auch das bittere Halbfinal-Aus des Vorjahres nach zuvor drei Titeln in Folge vergessen. »Wir haben in vier Jahren nur ein Spiel verloren. Nico Wolter hat seinen fünften Masters-Stern geholt, andere Spieler den vierten. Darauf sind wir mega stolz«, sagt ein rundum zufriedener SCP-Coach Markus Kleine-Tebbe: »Natürlich haben auch Mannschaften wie Oesterweg und Steinhagen Qualitäten. Doch ich hatte nie das Gefühl, dass wir in Gefahr waren. Ich habe nichts zu meckern.«

Auch Steinhagens Hallen-Trainer Mesut Sahin ist trotz der Finalniederlage zufrieden: »Anders als im Vorjahr haben wir uns gut präsentiert, souverän das Endspiel erreicht. Wir haben lange gut mitgehalten. Und am Ende ist es dann völlig egal, ob wir 2:3 oder 2:6 verlieren.«

Harter Kampf um den Sieg

In der Tat: So verdient der Turniersieg und Endspielerfolg ist – die nackten Zahlen verschweigen, dass der SCP für seinen Triumph hart kämpfen muss. Yusuf Sahin bringt Steinhagen früh in Führung. Peckelohs Emre Tuncbilek und Daniel Schnadwinkel drehen zwar die Partie. Doch als Tim Herden kurz vor der Pause zum 2:2 ausgleicht, hat der SCP auch das nötige Glück, dass Herden postwendend ein Eigentor unterläuft.

So eng liegen Freud’ und Leid nur selten zusammen. Nach der Pause verhindert bei einem Schuss von Louis Dingerdissen die Latte den erneuten Spvg.-Ausgleich, ehe der Landesligist seine Klasse aufs Parkett bringt und davonzieht. Die Party kann nun auch für die Spieler beginnen, nachdem die Fans sich und ihre Mannschaft an zwei Tagen gefeiert haben. Allerdings trüben einige SCP-Anhänger den starken Auftritt der rot-schwarzen Wand. Ein Bierbecher-Wurf aufs Feld ist inakzeptabel. Und auch die Pfiffe bei der Wahl von Tim Herden zum besten Spieler des Turniers sind unangebracht.

Schon im Halbfinale ist der Topfavorit beim 5:3 gefordert worden. A-Ligist SG Oesterweg, bereits in den Vorjahren die Überraschung des Turniers und 2017 erst im Finale von SV Häger gestoppt, hat nach dem Anschlusstreffer zum 3:4 in Person von Torben Kräuter und Max Backhaus zwei Mal den Ausgleich auf dem Fuß. Die SG sorgt nicht nur auf dem Feld erneut für Furore. Auch die Oesterweger Anhänger machen auf der Tribüne reichlich Alarm. »Dass uns im Viertelfinale gegen Häger die Revanche für die Finalniederlage 2017 gelungen ist, das ist das i-Tüpfelchen«, sagt SG-Coach Björn Mittendorf.

Im zweiten Halbfinale ist Bezirksligist Steinhagen gegen B-Ligist SC Halle beim ungefährdeten 5:1 seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Für den SC ist das Erreichen der Vorschlussrunde ein großer Erfolg. Anders ist dagegen die Stimmungslage bei Titelverteidiger SV Häger, für den die Endrunde nach der Niederlage gegen Oesterweg früh beendet ist.

Viertelfinale

SC Peckeloh - TuS Solbad 5:2 (2:0). 1:0 Emre Tuncbilek, 2:0 Marvin Heinsch, 3:0 Tuncbilek, 3:1 Ümit Örnek, 4:1 Kevin Ikeakhe, 5:1 Tuncbilek, 5:2 Eigentor.

BV Werther - Spvg. Steinha­gen 2:6 (1:2). 0:1 Tim Herden, 0:2 René Schäfer, 1:2 Marcel Bosk, 2:2 Moritz Pohl, 2:3 Barkin Deli Oglu, 2:4 Jonas Böhme, 2:5 Rahim El Baraka, 2:6 Böhme.

SV Häger - SG Oesterweg 1:4 (1:2). 0:1 Mika Krüger, 1:1 Frederic Kollmeier, 1:2 Nico Birkenhäger, 1:3 Noah Peperkorn, 1:4 Jannes Gronau.

FC Türk Sport Steinhagen - SC Halle 2:6 (0:4). 0:1 Jannik Schmidt, 0:2 Tobias Fiß, 0:3 Maximilian Vonk, 0:4 Schmidt, 1:4 Tayyip Bagci, 2:4 Ümit Ciflik, 2:5 Fiß, 2:6 Eigentor.

Halbfinale

SC Peckeloh - SG Oesterweg 5:3 (4:2). 1:0 Kevin Ikeakhe, 1:1 Max Backhaus, 2:1 und 3:1 Marvin Heinsch, 3:2 Jannes Gronau, 4:2 Sercan Özdil, 4:3 Backhaus, 5:3 Özdil.

Spvg. Steinhagen - SC Halle 5:1 (3:1). 1:0 und 2:0 Ridvan Cinar, 3:0 Jonas Böhme, 3:1 Tobias Fiß, 4:1 Tim Herden, 5:1 Böhme,

Endspiel

SC Peckeloh - Spvg. Steinha­gen 6:2 (3:2). 0:1 Yusuf Sahin, 1:1 Emre Tuncbilek, 2:1 Daniel Schnadwinkel, 2:2 Tim Herden, 3:2 Eigentor, 4:2 Sercan Özdil, 5:2 Marvin Heinsch, 6:2 Özdil.

Die besten Torjäger des Turniers waren allesamt auch im Endspiel vertreten: Peckelohs Kevin Ikeakhe (9 Tore) vor seinen Klubkameraden Marvin Heinsch (8) und Sercan Özdil (7) sowie Jonas Böhme (Steinhagen/7). Außer Kevin Ikeakhe wurden Tim Herden (Steinhagen) als bester Feldspieler und Mustafa Solmaz (Solbad) als bester Torwart der drei Masterstage ausgezeichnet.

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