Sa., 29.12.2018

Hallen-Stadtmeisterschaft: Favoriten setzen sich durch – Quelle überrascht Theesen und Fichte in der Endrunde

Beide am Sonntag dabei: Marvin Höner (links) setzte sich mit dem VfL Theesen in der Zwischenrunde mit 5:2 gegen den TuS Dornberg (hier mit Lennart Klein) durch. Der TuS zog als Gruppenzweiter in die Endrunde ein.

Beide am Sonntag dabei: Marvin Höner (links) setzte sich mit dem VfL Theesen in der Zwischenrunde mit 5:2 gegen den TuS Dornberg (hier mit Lennart Klein) durch. Der TuS zog als Gruppenzweiter in die Endrunde ein. Foto: Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB/hw/wie). Auch die Favoriten müssen kämpfen: Die Endrunde der 22. Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft findet mit seinen größten Favoriten statt. Sowohl Westfalenligist VfL Theesen als auch der VfB Fichte (Landesliga) setzten sich in ihren Zwischenrunden-Gruppen am Samstagnachmittag durch. Überraschungen blieben die Ausnahme, wäre da nicht der TuS Quelle.

Gruppe A

Denn der B-Liga-Aufsteiger setzte sich in der Zwischenrunden-Gruppe A vor den beiden A-Ligisten TuS 08 Senne I und dem TuS Hillegossen durch und zog damit als Gruppensieger in die Endrunde ein, die am Sonntag in der Bielefelder Seidensticker-Halle ausgespielt wird. Für den TuS ist es übrigens nicht die erste Überraschung: Schon 2017 standen die Queller, damals noch als C-Ligist, im Finale des Kreispokals.

In der Sporthalle Rosenhöhe ließ Quelle schon zum Auftakt mit einem 7:1 gegen den TuS Hillegossen aufhorchen, gegen den SV Gadderbaum gab’s sogar einen 9:1-Erfolg. Nach der 1:4-Niederlage gegen Senne reichte das 6:4 gegen den VfL Oldentrup zum Erreichen der Endrunde – und das sogar als Gruppensieger! Denn der TuS 08 Senne hätte gegen Hillegossen nur einen Punkt gebraucht, um sicher als Erster in den Sonntag zu gehen, verlor aber mit 6:7. »Dass wir damit den Gruppensieg verspielt haben, ist natürlich total ärgerlich«, sagte Sennes Trainer Mike Wahsner. Statt des TuS Dornberg wartet im Viertelfinale jetzt der VfL Theesen auf die Senner.

Gruppe B

In Gruppe B hätte es am Samstag kaum knapper zugehen können. Großer Verlierer nach umkämpften Zwischenrundenspielen war letztlich der TuS Ost. Der A-Ligist trumpfte schon in der Vorrunde mit dem Sieg über Senne groß auf und schaffte nach dem 3:2 gegen den VfL Schildesche mit dem 4:2 gegen den Bezirksligisten VfR Wellensiek die nächste Überraschung.

Gegen SuK Canlar kassierte Ost dann allerdings eine 1:3-Pleite und musste trotz des abschließenden 3:1 gegen die SV Brackwede machtlos zusehen, wie Wellensiek und Canlar in die Endrunde einzogen. Das 4:0 des VfR reichte am Ende beiden Bezirksligisten zum Weiterkommen, Ost scheiterte letztlich mit neun Punkten nur an der gegenüber Canlar um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz.

Gruppe C

Schon nach dem ersten Spiel stand der Titelverteidiger mit dem Rücken zur Wand: Der VfB Fichte startete mit einem 3:5 gegen einen starken SC Bielefeld 04/26 in die Zwischenrunden-Gruppe C und durfte sich keinen weiteren Patzer mehr erlauben. Die besondere Pointe: Dennis Lobitz, der wohl in den nächsten Tagen zum VfB wechseln wird, traf zum zwischenzeitlichen 2:0 für den SCB.

In der Folge bewahrte Landesligist Fichte allerdings die Nerven. Gegen den KSC Bosna i Hercegovina geriet der VfB beim 8:3 nur kurz in Bedrängnis, gegen den TuS Eintracht (11:1) und den SC Hicret (9:2) hatte das Team von Mario Ermisch dann wieder keine Mühe. Zum Gruppensieg reichte das aber trotzdem nicht. Denn der SCB 04/26 hielt sich auch Dank der Treffer von Dennis Lobitz und Torhüter Maik Grywatz schadlos und zog nach Siegen gegen Hicret (7:1), Eintracht (9:3) und Bosna (6:3) verlustpunktfrei in die Endrunde ein. Im Viertelfinale geht es damit gegen SuK Canlar, Fichte muss gegen den VfR Wellensiek bestehen.

Gruppe D

Mit zwölf Punkten aus vier Spielen blieb auch die bereits in der Vorrunde perfekte Bilanz der VfL Theesen in der Zwischenrunde makellos. Dass der Westfalenligist dafür hart arbeiten musste, erkannte auch Trainer Andreas Brandwein. »Wir haben die schwierigste Zwischenrunden-Gruppe erwischt.« Mit Siegen gegen den TuS Dornberg (5:2), den FC Türk Sport (4:3), den TuS Brake (6:2) und den TuS Jöllenbeck (8:2) untermauerte der von Futsal-Nationalspieler Memos Sözer angeführte VfL seine Favoritenrolle allerdings eindrucksvoll.

Trotz guter Leistung nicht mehr dabei: Für den TuS Jöllenbeck (rechts mit Brian Ketscher) war am Samstag in der Zwischenrunde Schluss. Foto: Henrik Wittenborn

Dahinter entwickelte sich zwischen Jöllenbeck und Dornberg ein enges Rennen um den zweiten Platz in der Endrunde. Die Vorentscheidung fiel letztlich schon im fünften Spiel des Tages: Jöllenbeck ging zwar verdient in Führung, kassierte wenig später allerdings den Ausgleich und half mit einem Eigentor beim Dornberger Führungstreffer kräftig mit. Auf das 3:1 konnte Lennard Warweg drei Sekunden vor dem Ende nur noch mit dem Anschlusstreffer reagieren.

Danach sammelte die Dornberger nach dem 2:5 zum Auftakt gegen Theesen die »Pflichtsiege« gegen Brake (5:1) und den FC Türk Sport (6:4) ein und sicherten sich damit die Endrundenteilnahme. »Wir haben uns in einer sehr schweren Gruppe gut durchgesetzt und uns gegenüber der Vorrunde um 100 Prozent gesteigert«, sagte Trainer Thies Kambach, der auch auf die psychologische Wirkung setzt: »Wir haben uns gezeigt, was wir können. In der Endrunde ist alles möglich.«

Große Enttäuschung herrschte hingegen beim TuS Jöllenbeck. »Weil wir mit Ausnahme des Spiels gegen Theesen eine wirklich sehr gute Hallenrunde gespielt haben«, sagte Trainer Tobias Demmer. »Aber gegen Dornberg haben wir das Turnier verloren. Wir hätten die Endrunde verdient gehabt.«

Die Chance auf die Teilnahme am Sonntag war für den TuS Brake und den FC Türk Sport nach dem 6:6 im ersten Spiel des Tages schon erheblich geschrumpft. »Gift für beide«, sagte Brakes Trainer Frank Milse. Im weiteren Turnierverlauf hatte sein von Verletzungen gebeuteltes Team nicht mehr viel zuzusetzen. »Es war klar, dass es schwierig werden würde.« Auch der FC Türk Sport lieferte sich im weiteren Verlauf zwar viele enge Spiele, blieb aber ohne weiteren Punktgewinn.

Die Viertelfinals

Damit ergeben sich am Endrunden-Sonntag zunächst folgende Viertelfinal-Paarungen:

14 Uhr: TuS Quelle (Kreisliga B) – TuS Dornberg (Bezirksliga)

14.30 Uhr: VfR Wellensiek (Bezirksliga) – VfB Fichte (Landesliga)

15 Uhr: SC Bielefeld 04/26 (Bezirksliga) – SuK Canlar (Bezirksliga)

15.30 Uhr: VfL Theesen (Westfalenliga) – TuS 08 Senne I (Kreisliga A)

 

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