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Mi., 06.12.2017

Pium Musikzug hat nicht nur weihnachtliche Melodien im Programm Fans feiern Feuerwehrorchester

Der Feuerwehrmusikzug unter Leitung von Wolfgang Hoerning gab sein Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche.

Der Feuerwehrmusikzug unter Leitung von Wolfgang Hoerning gab sein Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche. Foto: Gerhards

Borgholzhausen (WB/jog). Beim traditionellen Weihnachtskonzert des Feuerwehrwehrmusikzuges konnte sich das Publikum mit einigen interessanten Neuerungen anfreunden. Natürlich standen klingende Glocken, brennende Kerzen und frohlockende Engel im Mittelpunkt, zwischendurch wurden aber auch nachdenkliche Töne angeschlagen.

Im letzten Moment musste Alexander Heim als Moderator einspringen und besorgte sich vor aller Ohren in einem fiktiven Telefongespräch mit der erkrankten Christine Ziervogel das nötige Hintergrundwissen.

Lothar Ropohl begrüßte in der turnusmäßig für das Konzert gebuchten katholischen Kirche als stellvertretender Kirchenvorstand die »Fangemeinde des Feuerwehrorchesters«, dessen talentierte Musiker – anders als im bekannten Gleichnis – ihre »Begabung nicht in der Erde vergraben« hätten.

Dirigent Wolfgang Hoerning lädt zum Mitsingen ein

»Kleines Vorspiel, dann geht’s los«, kündigte der seit März amtierende Dirigent Wolfgang Hoerning an und lud das Publikum bei »Macht hoch die Tür« zum Mitsingen ein. Nach »Santa Claus is coming« deutete das dritte Stück an, mit welchen musikalischen Schwerpunkten er sich künftig einbringen möchte. »Palladio«, ein Concerto grosso von Karl Jenkins, setzten die Musiker überzeugend in Szene, die nach imposantem Finale viel Applaus ernteten.

Sie machten Platz für den musikalischen Nachwuchs im Vororchester unter Leitung von Manfred Pohlschmidt. Neun Kinder und Jugendliche lieferten mit Unterstützung erfahrener Orchestermitglieder Klangproben ihres Könnens ab. »Land of Hope and Glory« und »Mary’s Boy Child« waren die ersten Stücke, und natürlich durften sie den Altarraum nicht ohne Zugabe verlassen.

Orchester entwirft folkloristisches Alpenpanorama

In der von Ines Thöle vorgetragenen besinnlichen Weihnachtsgeschichte ging es darum, wie schwer es ist, das Gute, von dem man gehört hat, auch zu tun. Derweil entwarf das Orchester ein folkloristisch anmutendes akustisches Alpenpanorama, das grummelnde Marschrhythmen aus der Balance brachten. Der österreichische Komponist Armin Kofler thematisiert in seinem 2011 entstandenen Werk »Schmelzende Riesen« den Klimawandel und das Abschmelzen der Gletscher.

Einer Art Requiem für sie folgten am Schluss optimistische Töne, verbunden mit der Hoffnung, dass kommende Generationen die Klimakatastrophe noch abwenden können. Ob das Orchester denn auch ihn mit seinem »Klarinettengesicht« aufnehmen würde, wollte Moderator Alexander Heim wissen. »Aber natürlich, hinten ist ganz viel Platz« antwortete Wolfgang Hoerning. Ausgestattet mit einem Perkussionsinstrument durfte Heim seinen Beitrag zum Klassiker »Wonderful Invention« von Dizzy Strattford leisten.

Mit »Highland Cathedral« und einer jazzigen Version von »Kling Glöckchen« als Zugabe ging das rund zweistündige Konzert zu Ende. Im Dezember stehen noch Gastspiele auf den Weihnachtsmärkten in Melle (7. Dezember), Pium (8. Dezember) und Bad Rothenfelde (9. Dezember) und ein Besuch im DRK Haus Ravensberg (16. Dezember) an. Im kommenden Jahr wird dann wieder die evangelische Kirchengemeinde Gastgeber des Weihnachtskonzertes sein.

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