Fr., 07.12.2018

Stadtgraben: Verwaltung Borgholzhausen verspricht Transparenz und lädt zu Info-Veranstaltung Stadt will jetzt auch die Bürger hören

Der Bebauungsplan Nr. 12.2 über das Gewerbegebiet »Am Stadtgraben« ist Thema einer Informationsveranstaltung im Piumer Rathaus. Dazu laden ein (von links) Alexander Bloch, Arnold Weßling und Bürgermeister Dirk Speckmann

Der Bebauungsplan Nr. 12.2 über das Gewerbegebiet »Am Stadtgraben« ist Thema einer Informationsveranstaltung im Piumer Rathaus. Dazu laden ein (von links) Alexander Bloch, Arnold Weßling und Bürgermeister Dirk Speckmann Foto: Johannes Gerhards

Von Johannes Gerhards

Borgholzhausen (WB). Bis zum 11. Januar 2019 kann sich jeder Bürger über die Pläne zur zukünftigen Bebauung zwischen dem Kreisverkehr Enkefeld und Hamlingdorf informieren oder Einwände, Anregungen und Vorschläge formulieren. »Jetzt ist der richtige Zeitpunkt«, betonen Bürgermeister Dirk Speckmann und der Vorsitzende des Ausschusses für Planen und Bauen, Arnold Weßling.

Der in der Rathausaußenstelle Masch 2 ausliegende und auf der Webseite der Stadt veröffentlichte Vorentwurf sieht die Fortführung der Straße »Am Stadtgraben« als von Bäumen gesäumte Allee zum Barenbergweg und darüber hinaus vor. Eine breite Mehrheit im Rat befürwortet den Bau dieser Straße, nicht zuletzt um den heimischen Unternehmen Schüco und Bartling räumliche Entwicklungs- und Erschließungsmöglichkeiten zu garantieren. Zusätzlich wird die Ansiedlung von lokalem Mittel- und Kleingewerbe oder Start-Ups angestrebt.

Schüco favorisiert Haupterschließung des Standorts von Süden aus

Die bislang vorgehaltenen großräumigen betriebsgebundenen Entwicklungsflächen werden von Schüco in der bisherigen Größenordnung nicht mehr benötigt. Dafür hat das Unternehmen großes Interesse an einer künftigen Haupterschließung des gesamten Standorts von Süden aus und einer sinnvollen Verdichtung des Betriebsgeländes.

Auch die langfristige Standortsicherung der Firma Bartling hat große Bedeutung für die Wirtschaftskraft und das Arbeitsplatzangebot in Borgholzhausen. Das Unternehmen besitzt im Bestand keinen Entwicklungsspielraum mehr, eine standortbezogene Erweiterung ist nur noch in südliche Richtung möglich. Auch wenn konkrete Planvorstellungen noch nicht vorliegen, soll für Bartling die Option auf Erweiterungsflächen und für eine zusätzliche Erschließung bestehen bleiben.

Die letzte zur Verfügung stehende innenstadtnahe Gewerbefläche

Die konkreten Planungen legen unter anderem maximale Gebäudehöhen zwischen 8 und 14 Metern verbindlich fest und markieren definitiv und langfristig die Grenzen der Bebauung zur offenen Landschaft hin. Auch im Hinblick auf den Regionalplan OWL 2035 ist dieses Gebiet die letzte zur Verfügung stehende innenstadtnahe Gewerbefläche. Im Plangebiet befinden sich keine ökologisch besonders wertvollen Naturdenkmale oder gesetzlich geschützte oder schutzwürdige Biotope mit Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten.

Die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Realisierung des ambitionierten Projektes, die Pläne können noch an Wünsche und Vorstellungen aus der Bevölkerung angepasst werden. »Dieser Prozess ist in allen Belangen transparent, wir ermuntern ausdrücklich dazu, sich mit den Plänen auseinander zu setzen«, sagt Arnold Weßling. Unter diesem Aspekt ist auch die Informationsveranstaltung am 11. Dezember um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses zu sehen. Am Ende des kritisch-konstruktiven Dialogs soll ein politischer Beschluss mit breiter Mehrheit stehen, sagt Speckmann.

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