So., 13.01.2019

Fachleute arbeiten an neuem Mobilitätskonzept im Kreis Gütersloh Rauf aufs Rad

Bei Schauerwetter haben sich die Gastgeber und die drei Mitglieder der Vorabkommission auf die Strecke von Rheda-Wiedenbrück nach Rietberg gemacht. Hier erläutert Markus Schwarze (rechts), Leiter des Bauhofs, den Unterhalt und die Sanierung von Radwegen.

Bei Schauerwetter haben sich die Gastgeber und die drei Mitglieder der Vorabkommission auf die Strecke von Rheda-Wiedenbrück nach Rietberg gemacht. Hier erläutert Markus Schwarze (rechts), Leiter des Bauhofs, den Unterhalt und die Sanierung von Radwegen.

Gütersloh (WB). Mehr Menschen im Kreis Gütersloh sollen vom Auto aufs Rad umsteigen. Auf dem Weg zu einem neuen Mobilitätskonzept hat es jetzt einen ersten Experten-Besuch gegeben.

Trotz des miesen Wetters waren die Fachleute selbst mit dem Fahrrad unterwegs. Im Zuge der Bewerbung des Kreises Gütersloh zur Aufnahme in die »Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW« (AGFS) stand eine erste Probebereisung an. Dabei ging es für die Gastgeber zunächst vom Bahnhof Rheda zum Kreishaus Wiedenbrück und dann weiter nach Rietberg. Der Ablauf war wie eine interne Überprüfung gestaltet: Es war nicht der Tag, an dem entschieden wurde, ob der Kreis Gütersloh in die AGFS aufgenommen wird. Ziel war es vielmehr, dem Kandidaten Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Besuch vom Ministerium

Dazu gab es Besuch einer dreiköpfigen Vorabkommission: Peter London, Martin Lohmann (beide vom Verkehrsministerium NRW) und Wolfram Mischer (Bezirksregierung Detmold). Aus allen Kommentaren, die das Trio abgegeben hat, erarbeitet der Mobilitätsmanager des Kreises Gütersloh, Christopher Schmiegel, nun eine Checkliste Die soll der Kreis bis zur Hauptbereisung durch die Auswahlkommission umsetzen.

Eine Mitgliedschaft in der AFGS dient nicht nur dem Wissensaustausch. Man komme so auch an exklusive Fördermittel des Landes und habe einen direkten Draht in das Ministerium, erinnerte Landrat Sven-Georg Adenauer bei der Begrüßung der Expertenrunde. Alle Verantwortlichen, die mit der Nahmobilität im Kreis zu tun haben, standen der Vorabkommission zur Verfügung. Schmiegel erläuterte unter anderem die kreisweite Mobilitätsstrategie.

Ampel erkennt Radfahrer

Die sieht vor, mehr Bürger aufs Fahrrad zu kriegen. Gerade kürzere Strecken bis fünf Kilometer würden derzeit zumeist per Auto zurückgelegt. Unter anderem durch ein geschlossenes, kreisweites Alltagsradwegesystem soll der Umstieg schmackhaft gemacht werden. Frank Scheffer, Dezernent Bauen und Umwelt, verwies darauf, dass der Kreis als Straßenbaulastträger pro Jahr 3,5 Kilometer neue Radwege baue.

Viele Details machen Fahrradfreundlichkeit aus. So ist bei der Erneuerung der K 14 in Harsewinkel eine Ampel installiert worden, die über einen Detektor für Fahrräder verfügt. Sie hat keinen Taster, den man bedienen muss, sondern erkennt automatisch den sich nähernden Radfahrer.

Kommentare

Immer mehr Ampeln mit Anforderungsgrün

Interessanter Artikel. Mein Empfinden ist eher gegenteilig. Die Ampeln sind autofreundlich geschaltet, immer mehr Ampeln werden mit einem Anforderungsgrün ausgestattet. Das ist die Wahrheit.

1 Kommentare

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