Do., 14.02.2019

Positive Kriminalitätsentwicklung 2018: Aufklärungsquote um zwei Prozent gestiegen - mit Video Erneut weniger Straftaten

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgestellt. Es zeichnet sich eine positive Entwicklung ab.

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgestellt. Es zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). Die Bürger im Kreis Gütersloh leben so sicher wie nie zuvor. Die Zahl der Straftaten ist wie im Vorjahr größtenteils gesunken: Im Vergleich zu 2017 um 4,5 Prozent. Das ist laut Landrat Sven-Georg Adenauer »ein historischer Tiefstand.«

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh hat gestern die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgestellt. Demnach verringerte sich die Anzahl der Straftaten von 17.255 (2017) auf 16.512. »Mächtig stolz sind wir vor allem darauf, dass sich die Aufklärungsquote um zwei Prozent auf 55,8 Prozent erhöht hat. Das ist ein Verdienst unserer Polizeibeamten, die hervorragende Arbeit machen«, sagt Adenauer.

Weniger Wohnungseinbrüche

Vor allem die Zahl der Wohnungseinbrüche sei stark gesunken. Insgesamt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr »nur« 340 Fälle. Ein Jahr zuvor waren es noch 494. Kriminaldirektor Ulrich Hemicker nennt die Schließung der Balkanroute als eine der Ursachen dafür: »Die Grenzkontrollen machen es osteuropäischen Einbrecherbanden immer schwerer. Unsere eingesetzte Ermittlungskommission konnte die Bandenstrukturen frühzeitig erkennen.« Aber auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden in NRW habe dazu beigetragen. Zur Erinnerung: 2015 machte dieses Delikt den Beamten ganz große Sorgen. Damals registrierte man 759 Einbrüche.

Sind mit den Fallzahlen zufrieden: Kriminalhauptkommissarin Ulrike Magdanz und Landrat Sven-Georg Adenauer. Foto: Wotke

Straßenkriminalität sinkt

Weniger stark, aber dennoch gesunken sei die Zahl der Gewaltdelikte im Kreis. Im Jahr 2017 gab es noch 595 Fälle, im vergangenen Jahr 544. Eine positive Entwicklung verzeichne man bei der Straßenkriminalität. Laut Definition zählt dazu alles, »was in der Öffentlichkeit passiert«. Dazu gehören zum Beispiel Automatenaufbrüche, Taschendiebstähle oder auch Raubüberfälle. Hier sanken die Zahlen von 5215 Fällen auf 4685 – »der niedrigste Wert seit acht Jahren«, erklärt Kriminalhauptkommissarin Ulrike Magdanz. Betrügereien gebe es auch weniger: 1946 statt 2366 Fälle.

Mehr körperliche Gewalt

Dennoch sei 2018 »kein ruhiges Jahr« gewesen, wie Magdanz mitteilt. Besonders der Fall des »Pausenbrot-Vergifters« in Schloß Holte-Stukenbrock habe einige Kräfte der hiesigen Polizei in Anspruch genommen, obwohl die Polizeibehörde Bielefeld federführend sei. Weiterhin sei die Zahl der Körperverletzungsdelikte von 1543 (2017) auf 1593 angestiegen. Besonders in Rheda-Wiedenbrück sei man in dieser Richtung besorgt. Auch die Zahl von Widerstand gegen die Staatsgewalt sei 2018 hoch: »Immerhin wurden dabei 61 Beamte verletzt.«

Sorgenkind »Rauschgift«

Die Anzahl der Fahrraddiebstähle hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. »Es gibt einen leichten Rückgang von 2290 gestohlenen Rädern auf 2107.« 216 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung hat es 2018 gegeben (2017: 178). Die Entwicklung der Rauschgiftkriminalität ist mit 834 Fällen auf einem Höchststand.

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