Mo., 18.11.2019

Feierliche Eröffnung in Borgholzhausen am Montagvormittag – mit Videos Die letzte Lücke: Freie Fahrt auf der A33

Im Zelt wird das Band durchgeschnitten – draußen dürfen die Autos starten.

Im Zelt wird das Band durchgeschnitten – draußen dürfen die Autos starten. Foto: Carsten Borgmeier

Borgholzhausen (WB/anb/dpa). Um 11.51 Uhr dürfen die ersten Autos über das neuste und zugleich letzte Teilstück der A33 zwischen Borgholzhausen und Halle fahren. Sechs Wochen früher als vom Landesbetrieb Straßen.NRW geplant schließt sich in Ostwestfalen die letzte Lücke der A33 zwischen Paderborn und Osnabrück.

An diesem Montag ist die A33 ein Stück weit Geschichte für die Menschen im Altkreis Halle. Und zugleich ein Stück Zukunft. An diesem Montag wird die Autobahn gefeiert.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, und Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek haben den gut sieben Kilometer langen Abschnitt der A33 zwischen Halle und Borgholzhausen für den Verkehr freigegeben.

Wüst ist bereits zum dritten Mal angereist, um ein Teilstück der Autobahn freizugeben. An diesem Montag sind es die letzten Kilometer, die die Lücke zwischen Halle und Borgholzhausen schließen. »Darauf haben die Menschen in Ostwestfalen seit vielen Jahren gewartet. Für die Menschen und die Wirtschaft in der Region hat der Lückenschluss überragende Bedeutung. In der aktuellen gesellschaftlichen Debatte zeigt er, dass der Bau neuer Straßen per se nicht falsch ist, weil dadurch Orte von Verkehr befreit werden. Davon profitieren die Menschen, die jetzt nicht mehr den Stau vor der Haustür haben. Das sorgt für bessere Luft und deutlich mehr Lebensqualität in den Ortschaften. Für Industrie und Gewerbe schafft die A33 vom Sauerland bis nach Osnabrück eine wichtige Verbindung für ihre wachsenden Logistikbedarfe«, sagte Wüst.

Im Video-Interview blickt Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann auf den Lückenschluss:

300 neue Schilder

12,6 Kilometer Autobahn sind mit der Fertigstellung des letzten Teilstücks seit Dezember 2012 zwischen Bielefeld und Borgholzhausen gebaut worden. 300 neue Schilder weisen den Weg auf und zur Autobahn, 80 Kilometer Fahrbahnmarkierung wurde aufgetragen.

Allein 36 Brücken wurden gebaut, sechs davon als Grünbrücken. Neun neue Regenrückhaltebecken sorgen für eine geregelte Entwässerung der Straße, zehn Kilometer Wildschutzzäune bieten Sicherheit für den Verkehr ebenso wie für die Tiere. Insgesamt wurden in das Projekt 167 Millionen Euro investiert.

Das am längsten fehlende Teilstück der A33 von Halle nach Borgholzhausen führt durch ein Naturschutzgebiet. Zuletzt hatte eine seltene Fledermausart den Bau gebremst. Der Landesbetrieb Straßen.NRW investierte unter anderem in Fledermauskästen und Grünbrücken, an denen die Tiere die Autobahn besser queren können, bevor die Lücke geschlossen werden konnte.

Kurz vor der Freigabe hatten am Samstag mehr als 1200 Sportler sowie viele hundert weitere Besucher die Autobahn in Beschlag genommen.

Auch Lückenschluss im Sauerland

Von Halle reist Hendrik Wüst (CDU) weiter ins Sauerland. Dort wurde ein Stück der A46 offiziell freigegeben das Bestwig mit Olsberg verbindet und wichtiges Puzzleteil bei der Verbesserung der Verbindung nach Südwestfalen hinein ist: Die 115 Meter hohe Talbrücke Nuttlar.

Die insgesamt 5,6 Kilometer lange neue Strecke besteht zu etwa einem Drittel aus Brücken und habe die Bauingenieure angesichts der steilen Hänge und tiefen Täler vor große Herausforderungen gestellt, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW mit. Mehr als 192 Millionen Euro hat die Autobahnverlängerung gekostet. Elf Brücken finden sich auf dem Teilstück, das die Autobahnverbindung ins Sauerland stärken soll. Die wachstumsstarke Wirtschaft Südwestfalens werde von der besseren Anbindung profitieren, sagte Wüst. Außerdem hole das neue Teilstück den Verkehr aus den Ortschaften, was auch mit Blick auf den Tourismus ein Gewinn sei.

Kommentare

Neue Parkplätze? Fehlanzeige

Es ist durchaus erfreulich das nach 70 Jahren (Deutschland halt) die A33 endlich mal fertig geworden ist.
Aaaaber:
Habt ihr bei dem schicken, langwierigen Neubau nicht was vergessen?
Richtig!!!
KEIN einziger Parkplatz ist gebaut worden!!
Das heisst konkret: Vom Kreuz Wünnenbarg bis Osnabrück gibt es genau 4 Parkplätze wobei die beiden bei Paderborn den Namen nicht mal verdienen.
Zudem ist der bei Hilter wegen "Erweiterung" (Statt 10 dann 30 Stellplätze für LKW) für längere Zeit gesperrt.
Mal ernsthaft: WAS dauert bei einer Erweiterung so lange? Steht da ein Männeken mit Schaufel und Spitzhacke und stemmt das ganz alleine?
Wie auch immer.... der Schwerlastverkehr schaut wieder mal in die Röhre und kann ab 17/18 Uhr weiterhin nur hoffen das er noch ein Plätzchen findet um nicht gegen die Gesetze zu verstossen und happige Bußgelder zu berappen.
Jeden Tag ne Lotterie. DANKE FÜR NIX!
Aber das dürfte den Heimschläfern in der Planung vermutlich relativ egal sein. Hauptsache alle 2km ne Grünbrücke...

Gruss
Ein LKW Fahrer

1 Kommentare

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