Burgfest der Tiere fasziniert kleine und große Besucher
Die Tierwelt vor der eigenen Haustür

Borgholzhausen (WB). Ganz vorsichtig greift der fünfjährige Rocco Pohlschmidt in Richtung Vogelspinne. „Ist die gefährlich?“, fragt der kleine Junge mit großen Augen. Doch Armin Bauer, der das haarige Tier in seinen Händen hält, kann ihn beruhigen. „Die hier gehört eher zu einer gemütlichen Gattung. Sie ist flauschig, bewegt sich sehr langsam und eignet sich daher gut, um Menschen die Angst vor Spinnen zu nehmen“, erklärt der Mitarbeiter der Stiftung Burg Ravensberg, deren „Burgfest der Tiere“ am vergangenen Samstagnachmittag auf großes Interesse stößt.

Mittwoch, 02.09.2020, 05:00 Uhr
Vorsichtig streichelt der junge Rocco Pohlschmidt unter den wachsamen Blicken von Stiftungsmitarbeiter Armin Bauer eine große Vogelspinne.Beim Burgfest der Tiere auf der Burg Ravensberg gab es viel zu entdecken. Foto: Malte Krammenscheider
Vorsichtig streichelt der junge Rocco Pohlschmidt unter den wachsamen Blicken von Stiftungsmitarbeiter Armin Bauer eine große Vogelspinne.Beim Burgfest der Tiere auf der Burg Ravensberg gab es viel zu entdecken. Foto: Malte Krammenscheider

Zwar ist das Angebot aufgrund der Corona-Auflagen bei der jüngsten Ausgabe eingeschränkt und das Burgtheater kann nur weniger Plätze als sonst üblich anbieten. Doch das, was Jung und Alt auf dem historischen Gelände erleben, kann sich trotzdem sehen lassen. So hat Reptilien- und Amphibienexperte Armin Bauer neben der achtbeinigen Spinne auch eine Schlange, genauer eine Amurnatter im Gepäck, die vor allem die kleinsten Besucher in großes Staunen versetzt. Wissenswertes über die üblichen Bewohner der Burg wie Salamander, Blindschleichen und Fledermäusen darf natürlich nicht fehlen. Denn gerade der Nachwuchs soll an diesem sonnigen Spätsommertag erfahren, wie vielfältig die Tierwelt vor der eigenen Haustür ist.

Wasser aus 94 Meter Tiefe

Ein paar Meter vom Burgtheater entfernt können die Besucher sich anhand von anschaulichen Infotafeln noch mehr Informationen rund um die Ravensberger Landschaft holen, es werden Nistkästen gebastelt und wer möchte, kann den Turm besteigen um eine fantastische Aussicht zu genießen. Im historischen Brunnenhaus geht es derweil sportlich zu, denn Ferdinand und Dagmar Ebers befinden sich im überdimensionalen „Laufrad“, um nur mit der eigenen Muskelkraft ein Fass Wasser nach oben zu befördern. „Wir waren schon oft hier, aber im Rad sind wir zum ersten Mal“, sagt Dagmar Ebers lächelnd, bevor Heiko Siegert vom Heimatverein signalisiert, dass es bald geschafft sei.

„Es sind immerhin 94 Meter bis zum Wasserspiegel, der trotz der Trockenheit sehr konstant geblieben ist. Seit Beginn der Pandemie wird heute zum ersten Mal wieder gefördert. Die Leute sind ganz begeistert“, sagt Heiko Siegert über den einzig komplett erhaltenen Brunnen Deutschlands aus dem Hochmittelalter, bevor er das mit dem kostbaren Nass gefüllte Fass nach draußen wuchtet, um die Besucher probieren zu lassen. Viele nutzen zudem anschließend die Gelegenheit, den benachbarten, wunderschön gestalteten Burggarten zu erkunden. Ideale Fotomotive inklusive, die einen eindrucksvollen Tag auf der Burg Ravensberg perfekt abrunden.

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