Sa., 28.06.2014

Gewerbegebiet »Auf den Middeln« Donnerstag Thema im Rat – Protest angekündigt Anwohner wollen klagen

Auf dieser Wiese an der Steinhäger Straße will die Firma Hujer bauen. Investitionsvolumen: 15 Millionen Euro.

Auf dieser Wiese an der Steinhäger Straße will die Firma Hujer bauen. Investitionsvolumen: 15 Millionen Euro. Foto: Carsten Borgmeier

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel (WB). Anwohner des geplanten neuen Gewerbegebietes »Auf den Middeln« lassen sich jetzt im Kampf gegen die Pläne der Stadt von einem Anwalt vertreten. Auch vor einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht schrecken sie nicht zurück.

Anwohner Thorsten Götker und fünf weitere Betroffene haben sich mit ihrem Anliegen an Dr. Paul Lodde aus Münster gewandt. Der Rechtsanwalt hat inzwischen ein achtseitiges Schreiben mit Einwendungen und Anregungen zum Bebauungsplanentwurf an die Stadt geschickt.

Der neue Bebauungsplan, der – wie mehrfach berichtet – die Ansiedlung des Lasertechnik-Unternehmens Hujer auf der grünen Wiese an der Ecke Steinhäger Straße / Auf den Middeln ermöglichen soll, belaste die umgebenden Wohngebiete in Bezug auf Lärm, Gerüche, Abgase und Licht, heißt es in dem Schreiben, das dem WESTFALEN-BLATT vorliegt.

Zudem verstoße die Planung gegen die Festsetzungen des Flächennutzungsplanes und des Siedlungsentwicklungskonzeptes der Stadt. »Er bringt eine gewerbliche Ansiedlung mitten in einen von Wohnbebauung umgebenen Bereich, ohne dass es hierfür eine städtebauliche Notwendigkeit gibt«, bemängelt der Rechtsanwalt. Es fehle zudem eine geordnete verkehrliche Erschließung.

Ihrem Unmut Luft machen wollen die Anwohner erneut vor der Ratssitzung am kommenden Donnerstag. Um 16.20 Uhr kommen sie vor dem Rathaus zusammen, um zu protestieren. In der Sitzung, die um 17 Uhr beginnt, soll der Rat erneut – also nach der öffentlichen Auslegung der Pläne – über das Gewerbegebiet abstimmen. »Da die Stadt aus unserer Erfahrung heraus den Bebauungsplan durchsetzen wird, folgt von unserer Seite eine Klage in Form eines Normenkontrollverfahrens beim Oberverwaltungsgericht«, kündigt Thorsten Götker an.

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