Sporthallen in Friedrichsdorf und Spexard dienen als Notunterkünfte – DRK übernimmt die Betreuung
400 Flüchtlinge kommen nach Gütersloh

Gütersloh (WB). Die Bezirksregierung wird in Gütersloh kurzfristig zwei Notunterkünfte für Flüchtlinge einrichten. Jeweils 200 Asylsuchende sollen in der Sporthalle Alte Ziegelei in Friedrichsdorf und in der Spexarder Sporthalle einen Schlafplatz finden. In Friedrichsdorf startet der Betrieb der Notunterkunft bereits am morgigen Freitag. Die Betreuung der Menschen wird in beiden Sporthallen der DRK-Kreisverband Güterloh übernehmen.

Donnerstag, 23.07.2015, 08:26 Uhr aktualisiert: 23.07.2015, 08:32 Uhr
Sporthallen in Friedrichsdorf und Spexard dienen als Notunterkünfte – DRK übernimmt die Betreuung : 400 Flüchtlinge kommen nach Gütersloh
Der DRK-Kreisverband Gütersloh wird heute Abend mit dem Aufstellen der Betten in der Sporthalle Alte Ziegelei beginnen. Bereits am Freitag werden die ersten Flüchtlinge in der Friedrichsdorfer Notunterkunft erwartet. Foto: Carsten Borgmeier

Die Bezirksregierung reagiert mit dieser Maßnahme auf die immer weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen sowie auf die angespannte Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Bielefeld und Dortmund sowie in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE).

»Die zügige Verfügbarkeit der Hallen ist für die Bezirksregierung der ausschlaggebende Grund gewesen, die Stadt Gütersloh kurzfristig zu ersuchen, die Gebäude zur Verfügung zu stellen. Die Nutzungsdauer hängt von der Zahl der neu ankommenden Asylsuchenden und der Auslastung bestehender Unterkünfte ab«, erklärt Andreas Moseke, der Sprecher der Bezirksregierung in Detmold.

Beide Sporthallen könnten ohne umfangreiche Umbauten als Notunterkunft genutzt werden. Bei der Suche nach geeigneten Orten werde nach dem Zustand und der Anzahl der sanitären Anlagen geschaut und ob Service-Einrichtungen (Küche, Büros) vorhanden seien.

Heute Abend wird mit dem Aufstellen der 200 Betten in Friedrichsdorf begonnen. In Spexard haben die Helfer etwas mehr Zeit. Wegen des Schützenfestes der Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard direkt neben der Sporthalle soll die Notunterkunft erst am Dienstag, 28. Juli, von den Flüchtlingen bezogen werden.

Nach Angaben der Bezirksregierung werden die Asylsuchenden jeweils nur wenige Tage in Friedrichsdorf und Spexard bleiben. Bis feststeht, welche Kommune sie aufnehmen kann. »Oberste Priorität ist, die kurzfristig in OWL ankommenden Menschen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren«, erklärt Moseke.

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