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So., 28.08.2016

Bezirksregierung verzichtet auf Flüchtlingsunterkünfte Freie Bahn in der Kaserne

Die Bezirksregierung wird keine Flüchtlinge in die Unterkünfte der britischen Kaserne einweisen.

Die Bezirksregierung wird keine Flüchtlinge in die Unterkünfte der britischen Kaserne einweisen.

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Aus Sicht der Bezirksregierungen Detmold und Arnsberg erhalten die Anrainerkommunen des Gütersloher Flughafens Starterlaubnis. Auf eine Belegung der Unterkünfte mit Flüchtlingen wird verzichtet.

Die dort geplante Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes für Flüchtlinge ist nach Ansicht von Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl nicht wirtschaftlich zu führen. In einem Rundschreiben teilt sie den Bürgermeistern mit: »Die Erwägung, die Princess-Royal-Kaserne in Gütersloh als Unterkunft für Asylsuchende zu nutzen, wird nicht weiterverfolgt, da eine Unterkunft dort nicht wirtschaftlich zu betreiben wäre. Zudem würde eine solche Nutzung die gewerbliche Entwicklung der angrenzenden Kommunen nachhaltig blockieren.«

Schnell Verkehrsanbindung prüfen 

Ursprünglich war vorgesehen, nach dem Abzug der britischen Streitkräfte ab Anfang kommenden Jahres rund 1.000 Flüchtlinge in 16 ehemaligen Mannschaftsquartieren unterzubringen. Auch der NAAFI-Shop sollte entsprechend umgerüstet werden.

Der Gütersloher FDP-Stadtverband nimmt die Nachricht zum Anlass, jetzt umgehend eine Verkehrsanbindung des Kasernenareals an die Autobahnen A 2 und A 33 zu prüfen. Solch eine Prüfung wird zwar auch im Integrierten Handlungskonzept der Stadt zur Entwicklung des Flughafenareals als absolut vordringlich bezeichnet, doch passiert sei seitdem nichts.

In ihrem Antrag zeigt die FDP die Konkurrenzsituation zu anderen Gewerbegebieten in der Region auf und verweist auf den vom Bund geplanten, vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 61 zwischen Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld. Dieser Ausbau ermögliche eine neue, vielleicht weniger umstrittenere Variante, das künftige Gewerbegebiet an das Autobahnnetz anzuknüpfen, ohne durch die Gütersloher Innenstadt oder bis zum Pixeler Kreuz fahren zu müssen.

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