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Mo., 13.03.2017

Ein Opfer schwebte in Lebensgefahr – SEK-Einsatz in Gütersloh beendet – mit Video Mann (27) ergibt sich Stunden nach Messerattacke – zwei Menschen verletzt

Sperrzone am Kreishaus in Gütersloh.

Sperrzone am Kreishaus in Gütersloh. Foto: Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB/cabo). Der bewaffnete Mann, der am Montagnachmittag im Gütersloher Kreishaus zwei Mitarbeiter verletzte und sich verschanzte, hat sich ergeben. Ein Opfer befand sich zunächst in Lebensgefahr. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Bielefeld war mit zehn Einsatzkräften vor Ort.

Der Mann hat nach Polizeiangaben gegen 14 Uhr mit einem Messer die Bediensteten der Kreisverwaltung Gütersloh (Fachbereich Gesundheit) verletzt. Erst nach knapp dreieinhalb Stunden gab er auf. Die Spezialkräfte der Polizei hatten mit ihm verhandelt und ihn zur Aufgabe bewegen können. Er habe sich »völlig friedlich« festnehmen lassen, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann werde nun vernommen. Eine Mordkommission der Polizei Bielefeld hat die Ermittlungen übernommen.

Video: Ein Zeuge schildert, wie er dem Angreifer entgegentrat

Einer der Mitarbeiter wurde mit mehreren Stichen in den Bauch schwer verletzt. Er wurde operiert. Am Abend teilte die Polizei mit: »Eine Lebensgefahr besteht nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr.«

Der andere Mitarbeiter wurde leicht verletzt. Auch er kam in eine Klinik.

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem Täter um einen 27 Jahre alten Mann aus Gütersloh, der bereits polizeibekannt ist. Die Hintergründe und das Motiv sind noch unklar. Zu psychischen Problemen des Angreifers wollte sich eine Sprecherin der Polizei am Nachmittag nicht äußern. Die Bielefelder Polizei richtete am Abend wegen des Verdachts des versuchten Totschlags eine 15-köpfige Mordkommission ein.

Polizei: Weitere Menschen waren nicht in Gefahr

Die Tat ereignete sich im Bauteil 5 des Kreishauses. Nach dem Messerangriff verschanzte sich der Tatverdächtige der Polizei zufolge in einem Büro im östlichen Teil des Gebäudes. Dort wurde er von der Polizei und dem SEK, das seit 14.45 Uhr in Gütersloh war, isoliert.

Die Einsatzkräfte hatten Kontakt zum 27-Jährigen. Das SEK verhandelte mit ihm, bis er gegen 17.30 Uhr aufgab.

Weitere Menschen wären nicht in Gefahr gewesen, sagte die Polizei weiter.

Das Gebiet rund ums Kreishaus an der Herzebrocker Straße war weiträumig gesperrt worden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot und Spezialkräften im Einsatz. Die Feuerwehr hatte zudem gegen 16 Uhr einen Sprungretter aufgebaut. Auch Notärzte waren vor Ort.

Lesen Sie mehr am Dienstag, 14. März, im WESTFALEN-BLATT.

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