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Fr., 17.03.2017

30 Millionen Euro investiert: Unternehmen profitiert von zusätzlichen Kapazitäten Miele festigt Logistikstandort

Alle Ersatzteilbestellungen der Miele-Kunden im In- und Ausland laufen in Gütersloh zusammen.

Alle Ersatzteilbestellungen der Miele-Kunden im In- und Ausland laufen in Gütersloh zusammen. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). Miele setzt weiter auf seinen Logistikstandort Gütersloh. Der Haushaltsgerätehersteller hat jetzt sein 30 Millionen Euro teures Ersatzteillager hochgefahren. Von hier aus geht der weltweite Lagernachschub an die Vertriebsgesellschaften in 48 Ländern auf die Reise. Ersatzteile und Zubehör werden gemeinsam mit Hausgeräten versendet.

Nach der Erweiterung des Warenverteilzentrums vor zwei Jahren hat nun das nagelneue zentrale Lager für Ersatzteile und Zubehör am Stadtring Nordhorn/Edisonstraße den Betrieb aufgenommen. »Alle Ersatzteilbestellungen unserer Kunden im In- und Ausland laufen ebenso in Gütersloh zusammen wie auch die Absatzplanungen der Miele-Vertriebsgesellschaften«, sagt Dr. Stefan Schwinning (58), Leiter des Zentralbereichs Distributionslogistik International. Zahlreiche Techniker und Kunden werden mittlerweile per Paketversand direkt ab Gütersloh beliefert.

Bis zu 8000 Pakete am Tag

Um eine schnelle Versorgung von Händlern, Endkunden und Vertriebsgesellschaften mit Ersatzteilen und Zubehör zu gewährleisten, hatte das Unternehmen sein altes Ersatzteillager auf dem Werkgelände um angemietete Außenflächen ergänzt. Das reichte jedoch nicht aus. »Wir mussten neu bauen, denn das Sortiment und die Anzahl der Produktvarianten in den vergangenen Jahren ist stetig gewachsen«, erklärt Schwinning. Entsprechendes gelte für die Zahl der Wartungs- und Serviceverträge, insbesondere im Bereich der gewerblichen Kunden. Dank des neuen Zentrums könnten jetzt bis zu 8000 Pakete pro Tag versendet werden, was einer Steigerung um 80 Prozent entspreche.

Nur einen Steinwurf entfernt liegen die anderen Säulen der weltweiten Logistikdrehscheibe des Gütersloher Familienkonzerns: das Warenverteilzentrum für die großen Hausgeräte wie Waschmaschinen, Trockner, Herde und Geschirrspüler sowie das Lager für die kleineren Geräte wie Dampfgarer, Staubsauger und Kaffeevollautomaten. Immerhin werde Miele, so Kommunikationschef Carsten Prudent, in diesem Jahr erstmals mehr als 900.000 Waschmaschinen verkaufen.

Lagerung im automatischen Hochregallager

Die Lagerung von Ersatzteilen und Zubehör erfolgt im automatischen Hochregallager als auch mit einem automatischen Behälterlagersystem nach dem Prinzip »Ware-zum-Mann«. Moderne Förder- und Lagertechnik ermöglicht die rechnergesteuerte Ein- und Auslagerung mit Förderbändern, Regalbediengeräten und Hubwerken. Andere Bereiche sind teilautomatisiert. Hochmoderne Materialflusstechnik verbindet die einzelnen Bereiche innerhalb des Gebäudes und sorgt für einen effizienten Warenfluss.

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