Sa., 20.01.2018

Großekathöfer Convenience Food GmbH hat Insolvenz beantragt 77 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Großekathöfer produziert am Lupinenweg in Gütersloh tiefgefühlte Backwaren für den Einzelhandel und Großverbraucher.

Großekathöfer produziert am Lupinenweg in Gütersloh tiefgefühlte Backwaren für den Einzelhandel und Großverbraucher. Foto: Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB/mdel). Die Großekathöfer Convenience Food GmbH ist in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Eigenen Angaben zufolge hat Geschäftsführer Markus Große­kathöfer ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Bielefeld hat dem Antrag zugestimmt.

Großekathöfer beschäftigt in Gütersloh 77 Mitarbeiter. Ziel des beantragten Eigenverwaltungsverfahrens ist es laut Mitteilung, die GmbH zu sanieren und langfristig zu restrukturieren. Es sei erforderlich, die Kostenstruktur der veränderten Umsatzsituation anzupassen und gleichzeitig das Unternehmen langfristig auf eine wirtschaftlich stabile Basis zu stellen.

Hierzu sei auch geplant, kurzfristig Gespräche mit Investoren aufzunehmen. Ungeachtet dessen laufe der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter. »Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld gesichert«, betont Markus Großekathöfer.

Unerwarteter Umsatzrückgang im Jahr 2017

Das im Jahr 1995 gegründete, familiengeführte Unternehmen stellt tiefgekühlte Backwaren her. Zu den Produkten gehören neben Plunder- und Blätterteigen auch herzhafte und süße Produkte als Snacks, Strudel, Plunder, Minis und sonstige Spezialitäten. Produziert wird für den Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucher. Großekathöfer produziert in Gütersloh in zwei Werken, am Lupinenweg und an der Friedrichsdorfer Straße.

»Ein unerwarteter Umsatzrückgang im Jahr 2017 führte das Unternehmen nach Jahren des Wachstums in eine wirtschaftliche Krise. Diese Entwicklung erfordert es, das Unternehmen und seine Strukturen an die veränderte Situation anzupassen, was in Anbetracht der aktuellen Entwicklung außerhalb eines Eigenverwaltungsverfahrens nicht möglich gewesen wäre«, teilt Markus Große­kathöfer mit. Seinen Angaben zufolge sollen zudem mehrere bereits 2017 begonnene Verhandlungen über neue Lieferverträge kurzfristig zum Abschluss gebracht werden.

Zum vorläufigen Sachwalter wurde durch das Amtsgericht Bielefeld der Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Hans-Peter Burghardt (Herford) bestellt. Die Geschäftsführung wird zudem ergänzt um den Sanierungsexperten Dr. Hans Peter Döhmen (Döhmen Consulting GmbH). Ferner wird die Geschäftsleitung unterstützt durch die sanierungserfahrenen Rechtsanwälte Dr. Frank Kreuznacht und Thore Voß (BBORS – Kreuznacht Rechtsanwälte) aus Münster.

 

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