Sa., 24.03.2018

Der Umsatz des Medienkonzerns aus Gütersloh liegt wieder bei 17 Milliarden Euro Bertelsmann steigert Betriebsergebnis

Sportlich präsentierte Thomas Rabe den Bertelsmann-Managern 2016 in Gütersloh die Ziele für die Umgestaltung des Konzerns. Und sportlich soll es auch in den nächsten Jahren weitergehen.

Sportlich präsentierte Thomas Rabe den Bertelsmann-Managern 2016 in Gütersloh die Ziele für die Umgestaltung des Konzerns. Und sportlich soll es auch in den nächsten Jahren weitergehen.

Von Bernhard Hertlein

Gütersloh (WB). Am kommenden Dienstag wird Bertelsmann in Berlin seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 vorstellen. Schon durchgesickert ist, dass der Umsatz wieder rund 17 Milliarden Euro erreichen wird. Das operative Betriebsergebnis soll das Vorjahresergebnis von 2,57 Milliarden Euro noch übertreffen. Damit sollte auch das Konzernergebnis die Milliardengrenze wieder überschreiben.

Erfolgsmeldungen sind willkommen, aber auch schnell abgehakt. Das gilt im Fall Bertelsmann umso mehr, als Konzernchef Thomas Rabe Ende Januar bekannt gegeben hat, dass sich die Gütersloher vom größten Teil des Bereichs Customer Relationship Management (CRM) ihrer Dienstleistungstochter Arvato trennen wollen. Betroffen sind weltweit 36.000 Mitarbeiter – fast jeder dritte im Gesamtkonzern. Die meisten arbeiten in den sogenannten Call-Centern. Das Jahr 2018 soll genutzt werden, um einen Käufer oder zumindest einen maßgeblichen Partner für das Geschäft, das einen Umsatz von einer Milliarde Euro erwirtschaftet, zu gewinnen.

Konzentration auf digitalisierte Geschäfte

Das wird sich natürlich auf künftige Geschäftszahlen auswirken, allerdings wohl erst auf die Bilanz 2019. Aus Rabes Sicht ist dies ein Preis dafür, dass Bertelsmann sich auf digitalisierte Geschäfte konzentrieren will – nach seiner Ansicht konzentrieren muss. Fünf Milliarden Euro Umsatz entfallen schon auf digitale Geschäfte, insbesondere bei RTL, Gruner+Jahr und in der Bildung. Sieben Milliarden sollen es in den nächsten Jahren werden.

Besonders gewinnbringend ist das Geschäft mit Call Centers offenbar schon seit einiger Zeit nicht mehr gewesen. Allerdings ist der Weg zu 20 Milliarden Euro Umsatz, die der Vorstandschef für 2020 anstrebt, wieder weiter geworden. Doch noch hat er die Zielvorgabe nicht gekippt.

In den ersten Jahren nach seinem Amtsantritt Anfang 2012 hat Thomas Rabe öfter betont, er sei ein Marathonläufer. Daran hat sich, was sein sportliches Engagement betrifft, nichts geändert. In seinem privaten Terminkalender stehen die großen Wettbewerbe in Berlin und New York.

Ganz gute Aussichten

Als Manager hat er aktuell natürlich vor allem das nächste Etappenziel – also das Jahr 2018 – im Auge. Die äußeren Bedingungen sind, was die Entwicklung der Weltwirtschaft betrifft, noch gut. Zwar sorgt unter anderem US-Präsident Donald Trump immer wieder für Verunsicherung in der Wirtschaft. Andererseits würde, wenn die US-Konjunktur infolge der Steuerreform anzieht, davon auch Bertelsmann profitieren. Zudem sind Fußball-Weltmeisterschaftsjahre grundsätzlich gut für die Werbemärkte in Deutschland und Mitteleuropa.

»Ordentliche« Zahlen, wie man in Ostwestfalen-Lippe sagt, und die Aussichten für das Jahr 2018 auch ganz gut: Details gibt es am Dienstag in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin.

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