Fr., 30.03.2018

Gütersloh: Ostergrußwort von Superintendent Frank Schneider Auferstehung ist kein Aprilscherz

Ostersonntag mag in diesem Jahr auf den 1. April fallen. Doch die Auferstehhung Jesu ist für Superintendent Frank Schneider deshalb kein Aprilscherz.

Ostersonntag mag in diesem Jahr auf den 1. April fallen. Doch die Auferstehhung Jesu ist für Superintendent Frank Schneider deshalb kein Aprilscherz.

Gütersloh (WB). Ostern 2018 wird am 1. April gefeiert. Das ist für viele der Tag der Aprilscherze. Aus dieser zufälligen Terminüberschneidung heraus entwickelt Superintendent Frank Schneider sein Ostergrußwort:

In Familien machen die Kinder den Erwachsenen Scherze - da wundert sich die Oma, dass das Frühstücksei an Ostern steinhart ist, weil es ein weiß angestrichenes Beton-Ei ist.

Auch im Radio, im Fernsehen, in den Zeitungen gibt es dann phantasievoll erfundene Berichte, die nicht stimmen Aber die Leser und Hörerinnen fallen darauf herein.

So wurde in Bayern heftig über die »Bierpreisgrenze« gestritten oder darüber, ob man für E-Mails demnächst Porto bezahlen muss.

Allerdings leben wir in einer Zeit der »Fake-News«, wo die Wahrheit in Nachrichten absichtlich verfälscht wird und Lügen per Twitter rasend schnell verbreitet werden. Das ist dann kein Scherz mehr, sondern bittere Wahrheit.

An Ostern feiern wir die befreiende Nachricht, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Das ist kein Aprilscherz, sondern die Verheißung, dass auch wir nicht im Tode bleiben, wenn wir gestorben sind. Für Christen gibt es keine bessere Nachricht.

Eine Nachricht, die kaum zu glauben ist. So ging es damals den Frauen am Grab Jesu, so ging es den ersten Christen.

Dass jenseits unserer Erfahrung Gottes Welt auf uns wartet, dass Jesus uns in diese Welt vorangegangen ist, dass die Endlichkeit am Ende auch selber endlich ist - all das ist Grund und Kern unseres Glaubens – auch an den Gräbern unseres Lebens.

»Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens« – das sind die letzten Worte, die von Dietrich Bonhoeffer überliefert sind: Am 9. April 1945 wurde der evangelische Pfarrer und Widerstandskämpfer im bayrischen Konzentrationslager Flossenbürg erhängt – zwei Wochen vor der Befreiung dieses Lagers und einen Monat vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

»Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens«.

Ohne Scherz: Wir dürfen es glauben und hoffen darauf.

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