Di., 15.05.2018

Dampfkleinbahn Mühlenstroth: »Vandalen« richten Schäden an Chaoten toben sich aus

Peter Latt (65), Lebensgefährte von Antje Bentlage (48), zeigt auf eingeschlagene Scheiben auf dem Kleinbahn-Areal. Dort haben sich in der Sonntagnacht gegen 2.30 Uhr Unbekannte ausgetobt. Sie zerstörten mit Steinen auch ein Gleis-Signal.

Peter Latt (65), Lebensgefährte von Antje Bentlage (48), zeigt auf eingeschlagene Scheiben auf dem Kleinbahn-Areal. Dort haben sich in der Sonntagnacht gegen 2.30 Uhr Unbekannte ausgetobt. Sie zerstörten mit Steinen auch ein Gleis-Signal. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB). Am Postdamm sind – erneut – »Vandalen« unterwegs gewesen: In der Nacht zu Sonntag richteten sie Schäden auf dem Areal der Dampfkleinbahn Mühlenstroth an. Die Polizei sucht Zeugen.

»Es wurden Flaschen und Scheiben zerschlagen, Schilder auf der Strecke beschädigt, es wurde gestohlen und unser frisch sanierter Bahnhof Postdamm verwüstet«, heißt es aktuell auf der Facebookseite des Vereins der Gütersloher Eisenbahnfreunde.

Der Vorfall wird in dem Sozialen Netzwerk heiß diskutiert, die Tat einstimmig verurteilt. »Wenn Erziehung versagt, kommt sowas dabei herum«, meint zum Beispiel Matthias Kleemeier. »Solche Idioten gibt es überall, und die werden wahrscheinlich nie gefunden«, schreibt David Donnelly.

Noch am Sonntag rückten einige Kleinbahner am Postdamm an, nahmen die Schäden in Augenschein, benachrichtigten die Polizei und räumten notdürftig auf. »Wir sind erschüttert, dass es da draußen Leute gibt, die unser ehrenamtliches Engagement mutwillig zerstören und haben daher Strafanzeige erstattet«, berichtete Ole Hauernherm (29) aus dem Vereinsvorstand am Montag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

»Das bringt doch keinem etwas«

Hauernherm weiter: »An die Verursacher nur eine kleine Empfehlung: Sucht Euch ein Hobby. Wenn ihr Schwellen durch die Gegend schleppen wollt, dann werdet Mitglied und helft uns beim Gleisbau, dann müsst Ihr sowas nicht bei Nacht machen. Ab und zu gibt es auch Kuchen dazu.«

Auch die Grundstückseigentümerin, Waltraud Bentlage (75), kann über die Zerstörungswut der Unbekannten nur den Kopf schütteln: »Das bringt doch keinem etwas«, meint sie, als sie Montagmittag mit ihrer Tochter Antje (48) und dessen Partner Peter Latt (65) über die Anlage streift. Tragisch: Das Trio, das die Gastwirtschaft Mühlenstroth führt und auch dort wohnt, wurde durch den Lärm der Randalier wach. Doch die Polizei riefen sie nicht.

»Es kommt an den Wochenenden leider häufiger vor, dass hier über den Postdamm junge Leute nach Hause laufen und lärmen, wenn sie in der Stadt gefeiert haben«, berichtet Antje Bentlage. »Deswegen rufen wir nicht jedesmal die Polizei«, erklärt sie.

Direkt gegenüber von Mühlenstroth war im August vor einem Jahr nach einem Einbruch ein Fachwerk-Anwesen in Brand gesteckt worden . Eine Verbindung zum jetzigen Fall sieht die Polizei aber nicht, wie Sprecherin Katharina Felsch am Montag auf Anfrage sagte. In jenem Fall werde noch ermittelt.

Die Polizei sucht Zeugen unter Tel. 05241/8690.

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