Sa., 11.08.2018

Gütersloh: Hohe Entnahmen lassen Pegel nur um Dezimeter sinken Grundwasser reicht aus

Dr. Mechtild Meier, Bereichsleiterin für Technik und Wassererzeugung bei den Stadtwerken Gütersloh, kann die Bürger beruhigen: Die Gütersloher Grundwasserbestände kommen mit dem tockenen Sommer gut zurecht.

Dr. Mechtild Meier, Bereichsleiterin für Technik und Wassererzeugung bei den Stadtwerken Gütersloh, kann die Bürger beruhigen: Die Gütersloher Grundwasserbestände kommen mit dem tockenen Sommer gut zurecht. Foto: Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Anhaltende Hitze, kaum Niederschlag, steigender Wasserbedarf – der sonnige Sommer wirft seine Schatten. In einigen Regionen des Landes treibt er die Wasserversorger an ihre Grenzen. Nicht so in Gütersloh. Auch wenn die Stadtwerke Gütersloh (SWG) derzeit Jahresrekordwerte beim Wasserabsatz verzeichnen, gibt es im Stadtgebiet nach wie vor keine Wasserknappheit.

Die bislang höchste Tagesabgabe in diesem Jahr registrierten die Stadtwerke am Freitag, 27. Juli, mit 19.670 Kubikmetern. Im Jahresdurchschnitt liegt die Tagesabgabe an Trinkwasser in Gütersloh bei etwa 15.000 Kubikmetern. Kontinuierlich steigende Tagesabgaben registrierten die Stadtwerke insbesondere in der zweiten Julihälfte und in der ersten Augustwoche. Täglich wurden zwischen 17.000 und 19.000 Kubikmeter Trinkwasser abgegeben. Mit sinkenden Außentemperaturen geht nun auch die Wasserabgabe zurück.

Dr. Mechtild Meier, Leiterin Technik und Erzeugung bei den Stadtwerken Gütersloh: »In der Stadt Gütersloh bleibt die Situation weiterhin entspannt.« Die derzeit höheren Fördermengen stellten kein Problem dar, weil trotz allem nur ein geringer Teil des vorhandenen Grundwassers zur Trinkwasserversorgung benötigt werde.

Nitratbelastung ist sehr gering

Die Stadtwerke versorgen bereits seit 1888 die Gütersloher Bevölkerung mit Trinkwasser, das sie aus Grundwasser gewinnen. Trotz des derzeit erhöhten Wasserbedarfs bewegen sich die Grundwasserstände in den Gewinnungsgebieten der Stadtwerke auf dem Niveau der Vorjahre. »Die derzeitigen Entnahmen führen nicht – wie vielerorts vermutet wird – zu Absenkungen des Grundwasserspiegels von mehreren Metern, sondern werden eher in Dezimetern gemessen«, erklärt Dr. Meier weiter. Im Winter erholten sich diese Wasserstände wieder.

Die Gütersloher könnten sich aber auch noch einer weiteren Tatsache sicher sein: Aus ihren Wasserhähnen fließe rund um die Uhr Trinkwasser in bester Qualität. So liege die durchschnittliche Nitratbelastung des Grundwassers in den drei Gewinnungsgebieten Spexard, Rhedaer Forst und Quenhorn bei sehr geringen Werten von zehn bis 18 Milligramm pro Liter.

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