So., 12.08.2018

Parkbad: Verhandlungen mit der Stadt bringen noch keine Aussicht auf Entlastung »Wo sollen die Leute denn parken?«

Franz-Josef Füchtenschnieder ärgert sich über die begrenzte Parkfläche am Parkbad. Am kommenden Mittwoch führt der Pächter weitere Verhandlungen in der Hoffnung, die Parksituation auflockern zu können.

Franz-Josef Füchtenschnieder ärgert sich über die begrenzte Parkfläche am Parkbad. Am kommenden Mittwoch führt der Pächter weitere Verhandlungen in der Hoffnung, die Parksituation auflockern zu können. Foto: Eddie Wienströer

Von Eddie Wienströer

Gütersloh (WB). Öffnungszeiten, die nicht länger als 22 Uhr dauern, und eine Parkfläche, die für rund 1000 Besucher täglich nur 26 Plätze bietet. Pächter Franz-Josef Füchtenschnieder ärgert sich über die fehlenden Nachteinnahmen, während die Besucher über eine knöllchenreiche Parksituation klagen.

Füchtenschnieder: »Man kann nicht erwarten, dass Eltern ihre Kinder und Gepäck auf dem Fahrrad mitnehmen.« Zahlreiche Male habe er bereits versucht, mit der Stadt über die Parksituation rund um das Parkbad zu reden, jedoch sei keine Lösung gefunden worden. »An manchen Tagen wird die Nachbarschaft sogar zwei Mal auf Falschparkende überprüft«, erklärt Füchtenschnieder.

Die Strafgelder reichten von zehn bis hin zu 30 Euro. Für viele Stammbesucher des Parkbades ließen sich mehrere Besuche in der Woche deshalb nicht mehr finanzieren. »Die Stadt holt dabei ihre Zuschüsse für das Parkbad wieder raus«, klagt der Pächter.

Bauer wollte sein Gelände freigeben

Dabei habe eine Lösung des Problems bereits in Sichtweite gelegen: »Der benachbarte Bauer war bereit, das Gelände neben dem Parkbad freizugeben«, berichtet Füchtenschnieder. Der Pächter plante bereits, das Gelände zu einem Parkplatz umzufunktionieren: »Dort hätten hunderte Autos Platz gefunden«. Doch auch hier fielen die Verhandlungen schwer, da die Stadt das Gelände nicht als Parkplatz ausweisen könne.

Eine Familie, die dem Parkbad sehr loyal gesinnt ist, beschwert sich ebenfalls über die Parksituation: »Wo sollen die Leute denn parken?« Seit 15 Jahren besuche die Familie Miller das Parkbad regelmäßig und musste zuletzt 15 Euro für das Parken entlang der Straße zahlen: »Gütersloh wird dadurch nicht attraktiver«. Anja Eikens, ebenfalls seit Jahren regelmäßig im Parkbad zugegen, musste zehn Euro zahlen, weil sie in der Nachbarschaft geparkt hatte. »Es ist ein Unding«, regt sich die Besucherin auf.

Am kommenden Mittwoch stehen für Franz-Josef Füchtenschnieder weitere Verhandlungen mit der Stadt an. Der Pächter legt jedem nahe, seine Beschwerden in Leserbriefen zu äußern: »Leserbriefe helfen definitiv weiter.«

Öffnungszeiten bleiben ein Problem

Ein andauerndes Problem stellen die Öffnungszeiten dar. Täglich muss das Parkbad aufgrund des Lärmschutzes um 22 Uhr schließen. Trotz erfolgreicher Verhandlungen über die kommende Saison mit der Stadt schied eine Ausweitung der Öffnungszeiten bereits am Anfang des Jahres aus. »Wir müssen schließen, bevor der Abend für viele Leute überhaupt anfängt«, meint Füchtenschnieder, der die fehlenden Nachteinnahmen kompensieren muss.

Kommentare

Wer wohnt denn dort alles?

Kann es eventuell sein, dass in der Nähe ein städtischer Anwohner wohnt und hier ein wenig parteiisch ist bzw. seinen Einfluß gelten macht? Das hört sich echt schon leider ein wenig danach an. Die Anwohner, am Marktplatz müssen z.B. damit leben, dass dort die sehr laute Kirmes ist incl. ein extrem lautes Feuerwerk.
Es war doch auch schon eine Farce, dass die angemeldete Sylvesterparty nur bis 22:00 Uhr genemigt wurde. Alle anderen Sysvesterpartys durften bestimmt länger gehen.
Naja, so ist es halt in Gütersloh. Immer schön dafür sorgen, dass hier nichts los ist. :(
Mich wundert es übrigends, dass das Hundeschwimmen noch erlaubt ist. Die ganzen Vierbeiner machen ja auch ordentlich Krach.
Es ist natürlich auch wieder Armutszeugnig, dass hier auch etwas gegen die Parkplatzsituation gemacht werden soll aber auch hier legt die Stadt ihr Veto ein.

1 Kommentare

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