Do., 16.08.2018

Stadtwerke Gütersloh heben Preise zum 1. September an Bäderbesuch wird teurer

Der Badespaß in der umgebauten »Welle«, im Nordbad und im neuen Hallenbad wird vom 1. September an teurer. Die Stadtwerke begründen die Anhebung der Eintrittspreise mit steigenden Fixkosten, vor allem mit steigenden Personalkosten.

Der Badespaß in der umgebauten »Welle«, im Nordbad und im neuen Hallenbad wird vom 1. September an teurer. Die Stadtwerke begründen die Anhebung der Eintrittspreise mit steigenden Fixkosten, vor allem mit steigenden Personalkosten. Foto: Carsten Borgmeier

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Am 1. September steigen die Eintrittspreise in die Gütersloher Frei- und Hallenbäder. Noch schwimmt ein Erwachsener für 5,20 Euro zwei Stunden lang in der »Welle«; künftig wird er dafür 5,70 Euro bezahlen müssen.

Die neue Preisliste gilt für alle Morgen-, Abend- und Dauerkartentarife, für Wochenend-, Feiertags- und Ferienpreisgruppen. Allerdings sind einzelne Nutzergruppen unterschiedlich stark davon betroffen. Die Familienkarte für die »Welle« bleibt im Basispreis (zwei Stunden) mit 14 Euro unverändert. Bleiben die Familien jedoch länger, zahlen auch sie mehr: Bei vier Verlängerungen 20,80 Euro statt bisher 18,40 Euro. das entspricht einer Steigerung von 13 Prozent.

Wesentlich heftiger fällt der von den Stadtwerken (SWG) als »leichte Änderung« bezeichnete Anstieg bei den Erwachsenen-Jahreskarten für »Welle« und Nordbad-Hallenbad aus. Der als Anreiz gedachte Preis klettert von 210 auf 250 Euro, also um satte 19 Prozent. Beim Nordbad-Eintritt kommen 20 Cent (plus fünf Prozent) drauf, bei der Freibad-Saisonkarte zehn Euro (90 statt 80 Euro, also 12,5 Prozent mehr). Der Besuch der Järve-Sauna wird an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien künftig zwei Euro (20 statt 18 Euro), an Werktagen ein Euro teurer (19 statt 18 Euro).

Fixkosten steigen

In einer Pressemitteilung tritt Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda möglichen Vermutungen entgegen, wonach die millionenschwere Sanierung der »Welle« zur Verteuerung der Bäder-Eintrittskarten geführt habe. Statt dessen weist Bäderleiter Marko Rempe auf steigende Fixkosten hin, die auszugleichen seien. Dazu gehörten neben Betriebs- und Instandhaltungskosten vor allem steigende Personalkosten. Ralf Libuda wird zitiert: »Es stehen Tariferhöhungen an. Die Erhöhung der Löhne müssen wir an dieser Stelle teils auch an unsere Besucher weitergeben.«

Traumhafte Saison

Die Stadtwerke verkünden die Preisanhebung in einer der am besten besuchten Freibadsaisons seit Jahren. Zwischen dem 1. Mai und gestern haben bereits 90.300 Gäste das Nordbad besucht – in der gesamten Vorjahressaison waren es trotz geschlossener »Welle« gerade einmal 73.500 Gäste. Die Ferien dürften den sonst bei solchen Botschaften üblichen Ärger zusätzlich dämpfen. Vorbeugend weisen Libuda und Rempe in ihrer Pressemitteilung aber schon einmal auf den auf »höchstem Niveau« gebotenen Schwimm- und Freizeitspaß hin, auf die »gewohnt hohen Qualitätsstandards« in allen Bereichen und eine »in jeder Hinsicht« zukunftsfähig aufgestellte Bäderlandschaft. Das bisherige Preissystem von 2011 war erst vor drei Jahren überarbeitet und flexibilisiert worden.

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