Fr., 14.09.2018

Gütersloh: Aus der alten Gaststätte »Upmann« wird der »Schenkenhof« – mit Video Aus Dornröschenschlaf erweckt

Janik Schenke, Jeanette Hölscher-Schenke und Reiner Schenke (von links) freuen sich auf den ersten Tag des künftigen Schenkenhofs, ehemals Upmann, an der Ecke von Bielefelder und Isselhorster Straße.

Janik Schenke, Jeanette Hölscher-Schenke und Reiner Schenke (von links) freuen sich auf den ersten Tag des künftigen Schenkenhofs, ehemals Upmann, an der Ecke von Bielefelder und Isselhorster Straße. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). Seit 18 Jahren liegt die alte Gaststätte in Isselhorst an der Bielefelder Straße im Dornröschenschlaf. Jetzt wird sie von Reiner Schenke und seinem Team wieder zum Leben erweckt: Aus »Upmann« wird der »Schenkenhof«.

»Wir geben Gas«, sagt der Architekt Andreas Grube, der damit ausrücken will, dass man mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten voll im Zeitplan liegt. Zurzeit werden die Sanitäranlagen, Lüftung und Heizung eingebaut, »in 14 Tagen kommen die Fliesenleger und die Maler.« Reiner Schenke hofft, dass die Eröffnung am Montag, 26. November, erfolgen kann. »Diesen Termin haben wir jedenfalls fest ins Auge gefasst.«

Herz hängt an der Region

Die Firma Hagedorn Revital aus Gütersloh hatte das Gebäude und das dazugehörende Grundstück gekauft, aufwendig und nach allen Vorgaben des Denkmalschutzes renoviert, anschließend an die Familie Schenke verpachtet. »Wir hatten schon lange die Idee, eine größere Bäckerei mit Gastronomie zu machen«, erklärt Jeanette Hölscher-Schenke, die Ehefrau von Reiner Schenke. »Unser Herz hängt eben an der Heimat, an Gütersloh, an der Region und an Produkten, die hier angebaut werden.«

Der Lebensmittelhandel werde zunehmender gastronomischer, so habe man sich längst nicht mehr darauf beschränkt, »nur« Lebensmittelhändler zu sein. »In unseren Märkten gibt es bereits kleine Bistros und mit dem Palmenhaus Café haben wir vor einigen Jahren den ersten Schritt in diese Richtung getan.«

Backofen wird saniert

Im Schenkenhof kehrt auch Nostalgie zurück. So wird der Backofen von 1921 saniert und dann auch akiviert. Dabei handelt es sich um einen originalen »König-Winter-Ofen« mit Steinen aus dem Siebengebirge. »Vor 30 Jahren wurde hier der letzte Butterkuchen gebacken. Demnächst backen wir Holzofenbrot«, verrät Reiner Schenke.  Hinter dem Haus entsteht ein einzigartiger Biergarten unter den Linden, angelegt nach historischen Gartenplänen mit Springbrunnen, Kinderspielplatz und reichlich Platz, »um im Sommer glücklich zu sein.« Gerade wurden die 48 Lindenbäume, die Anfang der 20er-Jahre angepflanzt wurden, gestutzt. Reiner Schenke: »Die Bäume wachsen nachen und entfalten dann schon im nächsten Jahr ihre volle Blätterpracht. So sind die Gäste an warmen Tagen geschützt.«

Die Familie Schenke hat in das neue Schmuckstück investiert. »Eine genaue Summe kann ich noch gar nicht nennen. Aber das geht hier schon in einen satten siebenstelligen Bereich«, erklärt der Firmenchef. Im Schenkenhof entstehen auch rund 60 neue Arbeitsplätze. »25 davon haben wir bereits eingestellt.« Soviel Mitarbeiter seien nötig, um den Gästen »Zeit für Genuss« zu bieten.

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