Sa., 15.09.2018

Förderverein Wapelbad spendet 50.000 Euro an Ärzte ohne Grenzen Geld für Retter in höchster Not

Der Scheck über 50.000 Euro geht an »Ärzte ohne Grenzen« (von links): Bademeister Matthias Markstedt, Manager Simon Drosten, Olaf Köhler, »Charly« Zudrop, Annette Ostermann, Hermann Dreesbeimdieke und Dr. »Lolli« Strickmann.

Der Scheck über 50.000 Euro geht an »Ärzte ohne Grenzen« (von links): Bademeister Matthias Markstedt, Manager Simon Drosten, Olaf Köhler, »Charly« Zudrop, Annette Ostermann, Hermann Dreesbeimdieke und Dr. »Lolli« Strickmann. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). Sie sind die Retter in höchster Not – die Mitarbeiter von »Ärzte ohne Grenzen«. Sie helfen überall dort, wo Menschen wegen Kriegen oder Naturkatastrophen um ihr Leben fürchten müssen. Der Förderverein Wapelbad hat dieser Organisation am Freitag einen dicken Scheck über 50.000 Euro übergeben.

»Das ist schon ein stolzer Betrag, den wir nicht alltäglich bekommen«, staunt die Anästhesistin Dr. Lolimar Strickmann, die nur liebevoll »Lolli« gerufen wird und diese Spende entgegengenommen hat. Die symphatische Ärztin aus Venezuela, die im Klinikum Bielefeld arbeitet und bereits mehrere Einsätze in Krisengebieten hinter sich gebracht hat, ist begeistert. Ihr Lob richtet sich an die Adresse von Wapelbad-Bademeister Matthias Markstedt und seinem Team: »Einfach toll, was ihr hier auf die Beine gestellt habt.«

Lolli Strickmann stammt von einer kleinen karibischen Insel und sagt, dass sie schon frühzeitig aufgrund ihrer Biografie die Verbindung zur humanitären Arbeit gefunden habe. Gestern hat sie kurz über ihre Arbeit bei Ärzte ohne Grenzen berichtet und über ihre Stationierungen: »Ich war in Sri Lanka, auf Haiti und in der Zentralafrikanischen Republik.« Eine große medizinische Herausforderung sei es zuletzt in Nigeria gewesen. »Dort habe ich in dem einzigen Geburten-Krankenhaus gearbeitet. Dort werden pro Monat 900 Kinder geboren, das sind rund 30 am Tag.« Zum Vergleich: im Klinikum Bielefeld zählt man 1000 Geburten im Jahr.

Ärztin berichtet von ihren Einsätzen in Krisenländern

Bademeister Matthias Markstedt ist sich sicher, dass der Förderverein auch in diesem Jahr den passenden Empfänger für die Spende ausgesucht hat. »Uns hier geht es so gut, doch wenn man in die Welt blickt, sieht man nur Kriege, Elend und Armut.« Deshalb habe man sich erneut für Ärzte ohne Grenzen entschieden.

Förderverein hat in vier Jahren 155.000 Euro gespendet

Das alles sei jedoch nicht möglich, wenn es die zahlreichen Veranstaltungen im Wapelbad nicht gäbe. Markstedt: »Zum Beispiel erwirtschaften wir mit dem Holi Festival 80 Prozent der Erlöse.« Auch das Engagement seines Teams oder das Wapelbeats-Event jeweils am 1. Mai rechne er dazu. Für 2019 kündigt er weitere »Wapelbeats« an. So sei das erst Reggae-Festival im Juni bei den Besuchern sehr gut angekommen. »Das wollen wir hier zur festen Größe machen. Wir haben mittlerweile Zugang zu den Künstlern und auch zu Jamaica, der Wiege des Reggaes.«Insgesamt habe der Förderverein in den vergangenen vier Jahren mehr als 155.000 Euro gespendet, auch für viele lokale Projekte.

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