Auf dem früheren Wellerdiek-Areal beginnen im Oktober die Abbrucharbeiten
So sieht das neue Kaiserquartier aus

Gütersloh (WB). In wenigen Wochen rücken die Bagger an: Mit dem Abbruch des früheren Möbelhauses Wellerdiek und der Rends-ici-Bar fällt im Oktober der Startschuss für das innerstädtische Großprojekt Kaiserquartier.

Samstag, 22.09.2018, 08:15 Uhr aktualisiert: 22.09.2018, 08:30 Uhr
Blick in die Zukunft: Wo sich früher an der Eickhoffstraße das Möbelgeschäft Wellerdiek befand, werden Ende 2020 Wohn- und Geschäftshäuser stehen. Foto: Jost Hauer
Blick in die Zukunft: Wo sich früher an der Eickhoffstraße das Möbelgeschäft Wellerdiek befand, werden Ende 2020 Wohn- und Geschäftshäuser stehen. Foto: Jost Hauer

Während der alte Nachtclub an der Friedrich-Ebert-Straße schon seit einigen Wochen leer steht, läuft in dem Möbelhaus gegenüber der Sparkasse noch bis Ende September der Räumungsverkauf.

Beide Objekte sollen nach Angaben von Heike Winter, Geschäftsführerin des Bauträgers Geno/G-eins, komplett abgerissen werden. Das Eckhaus hingegen, ehemals das City-Hotel, werde bis aufs Stahl-Skelett entkernt und in den Neubaukomplex F integriert. Die Abbrucharbeiten werden bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, kalkuliert Winter, die mit einem Beginn der Bauarbeiten für die Tiefgarage (142 Stellplätze) auf dem Areal und der Zufahrt von der Friedrich-Ebert-Straße aus mit Anfang 2019 rechnet.

Die Projektentwickler investieren mehr als 20 Millionen Euro

Bis Ende 2020 entsteht dort ein neues Stadtquartier aus einem Mix von Büros, Wohnungen und Gastronomie. Das gesamte Investitionsvolumen liegt nach Auskunft der Geschäftsführerin bei »deutlich mehr als 20 Millionen Euro«. Nach dem Quartier Kolbeplatz ist es für Winter das nächste Großprojekt, das die Architektin für die Volksbank-Tochter Geno/G-eins kaufmännisch begleitet.

Als Planer zeichnen die Architekten Walter Hauer und Raimund Heitmann verantwortlich, die 2014 als Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs hervorgegangen waren. Die Geschäftsführerin ist sich sicher, dass sich das neue Quartier ebenso gut entwickeln wird wie es beim Kolbeplatz geschehen ist. Im Gegensatz zu dort ist im Kaiserquartier keinerlei Einzelhandel vorgesehen.

Wohn- und Freibereiche sind nach Süden ausgerichtet

Gut an die Innenstadt angebunden, Arztpraxen, Gastronomie und ein Lebensmittelmarkt fußläufig erreichbar – das sind für Winter die Standortfaktoren, mit denen das Quartier punkten werde. »Nicht zu vergessen ist die Nähe zu Bahnhof und ZOB«, ergänzt sie. »Im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße wird ein attraktives Angebot an Büro- und Dienstleistungsflächen in modularen Größen angeboten. In den oberen Geschossen entstehen Wohnungen, deren Zuschnitte auf die Einschränkungen des Verkehrslärmes abgestimmt werden.«

Winter: »Dabei ist ein wichtiger Faktor, dass die Straße im Norden liegt und somit die Wohn-und Freibereiche nach Süden in den ruhigen Innenbereich ausgerichtet werden.« Der soll über mehrere Fußwege, sogenannte Gütersloher Pättken, erreichbar sein und mit Bäumen und Sitzbänken ausgestattet werden.

 

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