Fr., 12.10.2018

Sazerac Swingers kündigen 15-stündiges Jazz-Festival mit 11 Bands an »Bis der letzte nicht mehr kann«

Zu den Sazerac Swingers gesellt sich bei ihrem Auftritt in Marienfeld auch Starposaunist Glen David Andrews aus New Orleans.

Zu den Sazerac Swingers gesellt sich bei ihrem Auftritt in Marienfeld auch Starposaunist Glen David Andrews aus New Orleans. Foto: Stefan Lind

Von Stefan Lind

Gütersloh/Marienfeld (WB). Um Superlative ist Max Oestersötebier, Chef der Gütersloher Band Sazerac Swingers, nicht verlegen: »Wir wollen das Wacken des Jazz werden.« Denn ganz ähnlich, wie die Heavy-Metal-Fans regelmäßig in das Dorf in Norddeutschland einfallen, soll es bald auch in Marienfeld aussehen. Nur eben mit anderer Musik.

Den Grundstein für ihre ehrgeizigen Pläne legten Oestersötebier und Co. in diesem Jahr mit der »Sazerac Jazz Night« in der Weberei. 600 Besucher kamen, um einen ganzen Abend und eine ganze Nacht Jazz von vielen Musikern in den unterschiedlichsten Spielarten zu erleben. Hauptsache, es machte Spaß.

2019 soll alles noch größer und noch besser werden. Dann gibt es ein »Sazerac Jazz Fest«; bei einem Pressegespräch am Mittwoch stellten Max Oestersötebier und Veranstalter Christian Weeke von der Agentur Legendary Nights Artists das Konzept vor. Kurz zusammengefasst liest sich das so: 15 Stunden Musik von elf Bands am Samstag, 27. April 2019, im gesamten Bereich des Marienfelder Hotels Klosterpforte.

Voll des Lobes über die Gastgeber

Warum gerade dort? Christian Weeke: »Die Sazerac Swingers sind eine Gütersloher Band, und natürlich haben wir zunächst in der Stadt nach einem geeigneten Gelände gesucht.« Fündig geworden sei man auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens: »Der Hangar 1 wäre ideal gewesen, aber Bürgermeister Henning Schulz hat uns leider ausgebremst.« Deshalb also Marienfeld, und Weeke wie Oestersötebier sind des Lobes voll über ihre Gastgeber. Die Klosterpforte biete gerade mit ihrem neu erbauten Klosterforum eine atemberaubende Szenerie und eine phantastische Akustik. Nicht nur dort wird eine Bühne aufgebaut sein, ebenso in der Tenne, für die nächtliche Jam Session zum Abschluss geht es in den Klosterkeller. Das Programm läuft von 13 Uhr mittags bis morgens um 5, »oder bis der letzte nicht mehr kann«, wie Oestersötebier augenzwinkernd anmerkt. Bis zu 1500 Besucher können sich auf dem weitläufigen Gelände tummeln.

Ein Blick ins Programm zeigt: Da sind einige musikalische Perlen zu finden. Natürlich treten die Sazerac Swingers selbst auf, unterstützt von Superstar Glen David Andrews und dem nicht minder angesehenen »Latin King« Fredy Omar, beide aus New Orleans. Ebenfalls mit dabei: der französische Vibraphonist Dany Doriz mit einer 16-köpfigen Big Band, direkt aus Paris kommend, dazu das Tingvall-Trio aus Hamburg, die derzeit wohl bekanntesten und erfolgreichsten Vertreter des Instrumentaljazz in Deutschland. Jive und Swing im Stil des legendären Louis Prima (»Just A Gigolo«) bietet die Rob Henneveld Jazz Connection aus den Niederlanden. Terrence Ngassa, bekannt durch seine Louis-Armstrong-Tribut-Konzerte (unter anderem im Farmhouse Jazzclub), hat diesmal Afro-Jazz im Programm. Hip Hop und Brassband-Klänge verbinden sich bei der Band Mozah aus Köln zu einer vielversprechenden Mischung, während Panama Swing, ebenfalls aus Paris, authentische Arrangements im Stil der 30er Jahre spielen. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch Tanzworkshops des Bielefelder Vereins Lindyfeld.

Tickets zu günstigen Preisen

»Wir möchten Tickets anbieten, die für alle Fans fair und erschwinglich sind«, betont Max Oestersötebier. Er rechnet vor: »Für 15 Stunden Programm sind weniger als 50 Euro fällig.« Um genau zu sein: 49,98 Euro. Wer sich schnell entscheidet, kann zusätzlich sparen. 50 Frühbuchertickets zu extrem günstigen Preisen stehen bereit (nur online). Schwerbehinderte zahlen den halben Preis, also 24,99 Euro, der jeweilige Begleiter hat freien Eintritt. VIP-Tickets gibt es ebenfalls, für 109 Euro Aufpreis sind ein warmes Büffet und alle Getränke während der Veranstaltung inbegriffen. Oestersötebier: »Natürlich besteht zusätzlich die Möglichkeit, ein Zimmer in der Klosterpforte zu buchen.« Tickets sind ab sofort über die Homepage oder im Vorverkauf erhältlich: bei Gütersloh Marketing, Berliner Straße 63, in der Musikgalerie am Dreiecksplatz, im Modehaus Eusterhus, Neuenkirchener Straße 60, und im Salon Haartolle am Nordring 15.

www.sazeracjazzfest.de

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