Fr., 12.10.2018

Bürgermeister eröffnet mit Fass-Anstich 31. Schinkenmarkt – mit Video Schulz schlägt zwei Mal zu

Erfolg im »fremden Revier«: Ludger Fischer (75) aus Vechta (Niedersachsen) gehört auf dem Gütersloher Schinkenmarkt zu den Standbetreibern der ersten Stunde. Mit seinem Landschinken wagt er sich seither in die westfälische Wursthochburg.

Erfolg im »fremden Revier«: Ludger Fischer (75) aus Vechta (Niedersachsen) gehört auf dem Gütersloher Schinkenmarkt zu den Standbetreibern der ersten Stunde. Mit seinem Landschinken wagt er sich seither in die westfälische Wursthochburg. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB). Kurzer Prozess am Bierfass: Bürgermeister Henning Schulz (45, CDU) hat am Donnerstagnachmittag mit dem Holzhammer nur zwei Mal zuschlagen müssen, dann floss der Gerstensaft in die Gläser.

Bei bestem Wetter und gut gelauntem Publikum erwischte der 31. Schinkenmarkt auf dem Berliner Platz – wie in den Jahren zuvor – einen Bilderbuch-Start. Bei dem offiziellen Fass-Anstich assistierten dem Stadtoberhaupt Jürgen Behnke (62) und Ralph Strothmann (68) vom veranstaltenden Verkehrsverein sowie Hans-Helmut Gans (55) von der Hohenfelder Brauerei. Auch Guido Stöckmann (54) in der ledernen Kluft des traditionellen Gütersloher Fuhrmanns prostete den Gästen zu.

Bei dem »Kaiserwetter« habe sich Henning Schulz fragen müssen, welche Veranstaltung er denn eigentlich am Donnerstag zu eröffnen habe: Sei es der »Gütersloher Frühling« oder vielleicht doch der »Gütersloher Sommer«?, scherzte der Bürgermeister in Bezug auf den von der Sonne gefluteten, viertägigen Schinkenmarkt.

Dass die Veranstaltung in der Stadt einen hohen Stellenwert hat, wurde auch an Gästen wie Altbürgermeisterin Maria Unger (65) deutlich. Ebenfalls wohnte Schinkenmarkt-Erfinder Hans-Dieter Musch (84) der Eröffnung bei. Er hatte als damaliger Leiter für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt die Veranstaltung ins Leben gerufen. »In den ersten Jahren waren wir froh, dass einige Standbetreiber kommen wollten, heute ist der Schinkenmarkt zu einem Selbstläufer geworden«, sagte der 84-Jährige.

Zu diesen Anbietern der ersten Stunde gehört beispielsweise Ludger Fischer (75) aus Vechta in Niedersachsen: »Unser zwölf Monate reifender Landschinken läuft hier wie geschnitten Brot«, lacht er.

Vier Tage Schlemmen mit reichlich Programm

Die Schlemmerfreunde brauchen auch nicht auf einen Schwenkgrill zu verzichten, nachdem Fritz Bökenhans 2017 seinen Abschied vom Schinkenmarkt verkündet hatte: An selber Stelle steht nun die Hütte von Carsten Teismann (Fleischerei Hornberg). An seinem Schwenkgrill bereitet Emil Chilas (40) ebenso verführerisch duftende Steaks zu.

Geöffnet ist der Schinkenmarkt Freitag und Samstag von 11 bis 22 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Musik und Programm gibt es auch reichlich.

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