Mi., 17.10.2018

Gütersloher Jan Bobe (59) ist unter die Autoren gegangen Polizist will mit Krimi fesseln

Jan Bobe ist seit mehr als 40 Jahren Polizeibeamter. Eindrücke aus dieser Zeit hat der Gütersloher jetzt in seinem ersten Krimi mit einer fiktionalen Geschichte verwoben. Ort des Geschehens in »Nur ein Schubs« ist auch die Weberei.

Jan Bobe ist seit mehr als 40 Jahren Polizeibeamter. Eindrücke aus dieser Zeit hat der Gütersloher jetzt in seinem ersten Krimi mit einer fiktionalen Geschichte verwoben. Ort des Geschehens in »Nur ein Schubs« ist auch die Weberei. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh/Halle (WB). Nach 41 Jahren ist er nach wie vor mit großer Leidenschaft Polizist: Deshalb hat Jan Bobe aus Gütersloh jetzt seinen ersten Krimi veröffentlicht – und dabei Eindrücke aus seiner bewegten Dienstzeit mit einer fiktionalen Geschichte verwoben.

»Nur ein Schubs« heißt das etwa 400 Seiten starke Buch, das am Dienstag erschienen ist.

Fast zehn Jahre lang hat Bobe, im echten Leben Erster Polizeihauptkommissar und Wachleiter in Halle, an seinem Erstlingswerk gefeilt. Nach diversen Absagen von Verlagen im Bundesgebiet fand der 59-jährige Krimifan in seiner Heimatstadt Gütersloh einen Verleger: Matthias Borner (44), Heimatkundler, Stadtführer und Buchautor, zeigte sich von Bobes in Gütersloh spielender Story aus der Trinkerszene dermaßen angetan, dass er zusagte, das Buch herauszubringen.

Krimi ist seit Dienstag erhältlich

»Bobe schreibt sehr authentisch, sehr bildhaft. Er räumt dabei mit vielen Klischees über die Arbeit der Polizei auf. Und in dem Buch steckt ganz viel Gütersloh drin«, äußert sich Borner begeistert über Bobes Krimi, in dem es um mehrere mysteriöse Todesfälle im Schatten von Weberei und Martin-Luther-Kirche geht. »Kein anderer Beruf wird im Fernsehen so falsch dargestellt wie der des Polizisten«, schaltet sich Autor Bobe ein und nennt dabei den allseits so beliebten »Tatort« als negatives Parade-Beispiel.

Der 59-Jährige bricht dabei eine Lanze für seine Kollegen aus dem Streifendienst, »denn die sind als erste am Tatort, finden Zeugen und nehmen Tatverdächtige fest«, betont er und spricht damit auf die Kripo an, die fälschlichweise viel zu häufig in »heldenhafter Rolle« dargestellt werde, so Bobe.

Auch ein bisschen Autobiografisches ist dabei

Wenn der Gütersloher über seinen Beruf und über seinen Krimi spricht, dann wird klar: Jan Bobe ist ein »Schutzmann« durch und durch. Schreibtischarbeit mag er nicht so, er ist lieber auf der Straße unterwegs, denn: »Spitzbuben fängt man zu Fuß«, habe schon sein Vater immer gesagt. Der war ebenfalls Polizist, auch Bobes Sohn Benni ist es. Wie viel Jan Bobe in seinen im Krimi vorkommenden Ermittlerfiguren Reuter-Ritterling oder Günter »Henry« Lütkehennerich steckt, da hält sich der 59-Jährige bedeckt: »In jedem vielleicht ein bisschen«, macht er es spannend.

In mehreren Lesungen wird Bobe seinen Debütroman »Nur ein Schubs« (14,99 Euro) vorstellen:

Freitag, 26. Oktober : Die Premiere findet um 19.30 Uhr im Gütersloher Parkbad statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Donnerstag, 15. November : 19.15 Uhr in der Mayerschen Buchhandlung, Berliner Platz, Eintritt: fünf Euro.

Donnerstag, 7. Februar 2019 : 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Oelde.

Donnerstag, 28. März 2019 : Um 20 Uhr liest Bobe im Rahmen der Kleinkunst-Reihe »Mukke« in der Gütersloher Weberei an der Bogenstraße.

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