Sa., 08.12.2018

An diesem Samstag öffnet der erste mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem Hof Kruse Fackeln, Gaukler, Feuershows

Michael Frohnert und seine »Schnapphähne« haben ihr Heerlager errichtet. Die lustige Truppe aus Gütersloh wird bis zum Montag auch in ihren Zelten nächtigen.

Michael Frohnert und seine »Schnapphähne« haben ihr Heerlager errichtet. Die lustige Truppe aus Gütersloh wird bis zum Montag auch in ihren Zelten nächtigen. Foto: Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). Darauf hat Gütersloh lange gewartet: Mittelalter zum Fühlen und Anfassen, zum Schmecken, Riechen, zum »Dabeisein« und Mitmachen. Man kann im Weihnachts-Zauber regelrecht baden oder sich im Bogenschießen üben, mittelalterliche Tänze bewundern oder einfach auch freche Lieder mitsingen.

An diesem Samstag um 11 Uhr beginnt die erste »Anno 1280 Wyhnacht« auf dem Hof Kruse in Gütersloh-Isselhorst. Ringsum stehen die alten Fachwerkbuden Spalier und formieren sich zu einer spektakulären Bühne. Mittelalter mit allen Sinnen ist zu erleben. Um Jahrhunderte zurückversetzt fühlt sich, wer am Wochenende über den Hof Kruse schlendert.

Dort trifft man nicht auf den Weihnachtsmann, nein, auch nicht auf bunte Lichterketten, sondern auf Gaukler und Handwerker oder auf hölzerne Marktstände, Fackeln und Kerzen, kaum noch ausgeübte Handwerkskünste, feine Gewänder und Musici – eine einmalige Atmosphäre, die bestimmt begeistert. Initiator Norbert Morkes und die beiden Marktmeister Felix Morkes sowie Sven Moselage haben mit dem ganzen Team einen nostalgischen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt, der wohl einzigartig ist. »Wir haben mehr als 30 Buden mit Händlern«, stellen sie fest.

Was wird geboten?

Bei diesem mittelalterlichen Advents-Spektakulum sind die Kramer nicht weit: Essen und Trinken sind schließlich heute wie im Mittelalter unverzichtbar. Rings um die beleuchtete alte Holztaverne werden die Besucher mit deftigen Speisen verwöhnt. Die wichtigsten Getränke neben Wasser waren im Mittelalter Bier, Wein und Met, von denen auch gerne mal ein Becher zu viel getrunken wurde. Und ganz egal welcher Durst einen plagt, die Wirte halten eine große Auswahl bereit.

»Wir bieten sogar selbst gemachten Likör, mit Walnuss, Fenchel, Bratapfel oder Pflaumen-Geschmack«, sagt Felix Morkes. Die Speisen entstammen nicht den Kühlkost-Regalen, sondern werden frisch vor Ort zubereitet. Redliche Handwerksmeister zeigen ihre Künste und Produkte. Töpfer, Korbflechter und viele weitere Zünfte geben Kostproben ihres hohen Könnens.

In der Mitte steht ein beleuchteter 12 Meter hoher Tannenbaum. Eine Schneekanone lässt den Winter einkehren. Fünf Heerlager runden den weihnachtlichen Markt ab. Es gibt Schwertschaukämpfe und eine Feuershow. Aber auch viele Unterstände, falls das Wetter nicht mitspielt.

Wann sollte man da sein?

Der Veranstalter verspricht »Musik, Tanz und Unterhaltung« – mit der abendlichen Beleuchtung ist das dann stimmungsvoll. Der Markt ist an diesem Samstag von 11 bis 22 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wen kann man treffen?

»Mittelalter-Fans und Metal-Kutten-Träger. Aber auch Familien mit Kindern werden das einmalige Flair lieben«, sagt Norbert Morkes. »Der Eingangsbereich vom Denkmalsweg an durch den Tunnel wird illuminiert sein.« Die Resonanz sei riesengroß: »Wir haben mehr als 80.000 Klicks auf unserer Web-Seite.«

Warum lohnt es sich?

Weil es viele schöne Weihnachtsmärkte gibt, aber halt nur ein mittelalterliches Adventsspektakel mit Gauklern, Rittern und holden Maiden in Isselhorst.

 

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