Fr., 14.12.2018

Entwurf für Parkhaus am Gütersloher Kreishaus vorgestellt Nach oben geht es wie im Schneckenhaus

So sieht der Siegerentwurf aus: Das Modell zeigt die Lage des neuen Parkhauses (links oben, hell) zwischen dem Discounter hinten und dem Kreishaus vorne.

So sieht der Siegerentwurf aus: Das Modell zeigt die Lage des neuen Parkhauses (links oben, hell) zwischen dem Discounter hinten und dem Kreishaus vorne.

Gütersloh (WB). Der Sieger im Architektenwettbewerb für das neue Parkhaus am Gütersloher Kreishaus steht fest. Gewonnen hat der Entwurf des Coesfelder Büros Bock Neuhaus Partner.

»Die Arbeit überzeugt durch ihren klaren konzeptionellen Ansatz und Übertrag in eine formale Architektursprache, die sowohl die Aufgabe ›Parkhaus‹ schlüssig löst als auch den Ort selbstbewusst, aber angemessen besetzt.« Das ist der einleitende Satz des Preisgerichts.

Alle Entwürfe werden ausgestellt

Landrat Sven-Georg Adenauer (2. von rechts) gratuliert den Siegern des Parkhauswettbewerbs (von links): Silke Sicking, Meinhard Neuhaus, Britta Richter und Lisa Strewe.

15 Teilnehmer hatten bei dem Architektenwettbewerb einen Entwurf eingereicht. Der Vorschlag aus dem Münsterland hat die Jury unter Vorsitz von Prof. Eckhard Gerber, dem Architekten des Kreishauses, am meisten überzeugt. Landrat Sven-Georg Adenauer eröffnete am Mittwoch eine kleine Ausstellung im Foyer des Kreishauses, bei der alle 15 Entwürfe gezeigt werden.

Der Entwurf von Boch Neuhaus Partner sieht als einziger eine Rampenlösung vor, die anderen setzen auf Splitlevel, das heißt versetzte Ebenen. »Wir halten die Rampenversion für sehr funktionell«, erläuterte Meinhard Neuhaus. Wie ein Schneckenhaus ziehe sich das Bauwerk nach oben.

Platz für 351 Autos

Bei einem Rampenparkhaus fährt und parkt man auf leicht geneigten Flächen und gewinnt so an Höhe, statt über steilere Auf- und Abfahrten zu fahren. Optional sieht der Coesfelder Entwurf eine Bepflanzung mit Gräsern und den Einsatz von Photovoltaik vor. 351 Autos würden in dem Parkhaus Platz finden. Der Kreis hatte eine Baukostenobergrenze von 3,2 Millionen Euro vorgegeben.

Für den Architektenwettbewerb hatte der Kreis fünf Büros gesetzt und zehn weitere gelost. An diesem Losverfahren haben sich 192 Büros beteiligt. Die Wettbewerbssumme von 22.000 Euro wurde unter den vier Bestplatzierten aufgeteilt. Die Reihenfolge erfolgte einstimmig in dem zehnköpfigen Gremium.

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