So., 10.02.2019

DKMS-Typisierungsaktion in Isselhorst spielt 7700 Euro für weitere Aktionen ein 1191 Personen wollen Lars helfen

Simon Stifter von der DKMS und Lars aus Isselhorst (rechts) zeigen sich am Samstag vom sozialen Engagement und dem Verantwortungsbewusstsein der vielen Teilnehmer in Isselhorst beeindruckt.

Simon Stifter von der DKMS und Lars aus Isselhorst (rechts) zeigen sich am Samstag vom sozialen Engagement und dem Verantwortungsbewusstsein der vielen Teilnehmer in Isselhorst beeindruckt. Foto: Gabriele Grund

Gütersloh-Isselhorst (WB/GG). Lars aus Isselhorst braucht dringend einen Spender, denn der 25-Jährige ist an Blutkrebs erkrankt. Auch wenn der angehende Master im Sportmanagement gute Chance hat, wie Simon Stifter von der DKMS betonte, so muss der genetische Zwilling mit den für Lars passenden Gewerbemerkmalen erstmal gefunden werden.

Möglicherweise bereitet die am Samstag durchgeführte DKMS-Aktion in der Isselhorster Sporthalle dem Warten ein Ende. Insgesamt 1191 Personen waren dem Aufruf von Lars, seiner Familie und Freunde gefolgt und haben sich bei der Deutschen Knochenmarkspendendatei (DKMS) durch einen Wangenabstrich typisieren und registrieren lassen. Zudem wurden 7700 Euro an Barspenden eingenommen, von denen weitere Typisierungen bezahlt werden.

Menschen warten in Schlangen

Ein wahrhaft tolles Ergebnis, über das sich Lars mächtig freut. In langen Schlangen standen Menschen ab 17 Jahren bereits vor dem offiziellen Start an, um an einem der insgesamt 35 Registrierungsplätze durch einen kontrollierten, dreifachen Wangenschleimhautabstrich dafür zu sorgen, dass der Blutkrebs für den 25-jährigen Isselhorster nicht zum Todesurteil wird. In zwei bis drei Wochen darf man dann gespannt sein, ob sich für Lars ein Spender gefunden hat. Bis es soweit ist, muss er sich einer intensiv-chemotherapeutische Therapie unterziehen, die er bisher gut vertragen hat.

Suche hatte Anfang Januar begonnen

Begonnen hatte die Suche nach einem genetischen Zwilling Anfang Januar mit Durchforstung der DKMS-Datenbank. Weil dabei kein Spender ermittelt werden konnte, folgte jetzt die Registrierungsaktion. Er sei unheimlich beeindruckt über den Support der mehr als 80 Helfer, bestehend aus Familienangehörigen, Verwandten und Freunde, die die verschiedenen Aufgaben erledigen, strahlte Lars, der früher beim TV Isselhorst Handball gespielt hat und durch seine sympathische Ausstrahlung über ein riesiges Netzwerk an Freunden und Weggefährten verfügt. Möglicherweise befindet sich darunter der dringend benötigte Lebensretter.

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