Mo., 11.02.2019

Petra van Bremen (59) ist ein Best-Ager-Model und startet in New York voll durch Grauhaarig und im Laufstegfieber

Die gebürtige Güterslohern Petra van Bremen hat mit dem WESTFALEN-BLATT über ihren Job als grauhaariges Best-Ager-Model gesprochen.

Die gebürtige Güterslohern Petra van Bremen hat mit dem WESTFALEN-BLATT über ihren Job als grauhaariges Best-Ager-Model gesprochen.

Gütersloh (WB). Sie steht für Schwarzkopf, Otto und Chopard vor der Kamera und ist gerade dabei in New York voll durchzustarten. Sie ist ein gefragtes Model. Die gebürtige Güterslohern Petra van Bremen feiert im März ihren 60. Geburtstag. Mit Redakteurin Elke Westerwalbesloh spricht sie über ihren Job als grauhaariges Best-Ager-Model, ihre Heimat Gütersloh, Schönheitstipps und den dicken Geburtstagskuchen.

Frau van Bremen, sie sind ein gefragtes Model - und das mit fast 60. Wie lange arbeiten sie schon in der Branche?

van Bremen: Das liegt schon ein paar Jahre zurück. Als ich 16 war und bereits in Zeeland (Niederlande) zuhause, da habe ich für mich die Leidenschaft für Mode entdeckt. In einer Lokalzeitung wurde ein Mannequin-Kurs angeboten. Da konnte mich nichts mehr halten. Ich bin auf mein Moped gestiegen und einmal die Woche 15 Kilometer bis zum Kurs in die nächste Stadt gefahren. Dort habe ich schließlich mein Diplom erworben. Allerdings deckte sich meine Vorstellung von einer Model-Karriere nicht mit der meiner Eltern. Schließlich habe ich Personal- und Arbeitswesen studiert. Darin war ich sehr erfolgreich - habe über viele Jahre einen Managerposten im Personalwesen gehabt.

 

Und wie sind sie nun schließlich zum Seniormodel geworden?

van Bremen: Ich habe meinen Fulltimejob für meinen Mann an den Nagel gehängt und bin zu ihm nach Hamburg. Von da an war ich nur noch die Frau von… Das reichte mir irgendwann nicht mehr. Als ich in Hamburg spazieren ging, bin ich an einer Agentur vorbei gekommen, die ich noch aus meiner Jugend in Zeeland kannte. Ich bin rein und habe mich vorgestellt. Und dann kamen die ersten Aufträge für mich als 54-Jährige.

 

Und nun sind sie 60. Wie feiern sie ihren Geburtstag – etwa mit einem dicken Stück Kuchen? Ist ja nichts für die schlanke Modelliene…

van Bremen: Ob sie es glauben oder nicht, es gibt eine spezielle Apfeltorte. Die backe ich sogar selbst und ich esse auch das meiste. Das sind Genussmomente, die ich mir nicht nehmen lasse. Meine Geburtstagsfeier organisiert mein Mann. Es werden sicherlich einige Gäste kommen und meine Familie. Auch meine Familie aus Gütersloh.

 

Haben sie noch Verbindungen zur Dalkestadt? Könnten sie sich vorstellen vielleicht als Rentnerin in Gütersloh in einem kleinen Haus mit Garten zu wohnen?

van Bremen: (Lacht) Sie haben süße Fragen. Verbindungen zu Gütersloh habe ich natürlich noch. Wie gesagt, die Familie mütterlicher Seits lebt dort und dort liegen meine Wurzeln. Ich habe Gütersloh in mein Herz geschlossen. Trotz alledem möchte ich als Rentnerin lieber in Hamburg bleiben. Ich habe mich an das Großstadtleben gewöhnt.

 

Frau van Bremen, haben sie eigentlich einen Schönheitstipp a la Petra van Bremen?

van Bremen: Ein Schönheitsgeheimnis habe ich nicht. Doch es gibt Rituale, die ich für mich entdeckt habe und die ich auch in meinen Alltag einbaue. Ich brauche ausreichend schlaf. Deshalb versuche ich vor 23 Uhr ins Bett zu gehen. Und nicht nur mein Körper braucht die Ruhephasen, auch der Geist braucht mal eine Pause. Seit meinem 40. Lebensjahr hat sich der Körper verändert. Ich muss was tun, um fit zu bleiben. Deshalb mache ich mindestens drei Mal die Woche Sport, trinke viel Wasser und ich esse wenig Zucker, wenig Fleisch, dafür viel Gemüse, Geflügelfleisch und Fisch. Ich gehe alle sechs Wochen zur Kosmetikerin - das lasse ich mir nicht nehmen. Ich achte auf Sonnenschutz und trinke gerne gleich am Morgen eine heiße Zitrone um den Stoffwechsel anzuregen.

 

Was halten sie von Schönheit-Ops?

van Bremen: Ich habe kein Problem damit. Ich verurteile keine Frau, die sich hat operieren lassen. Manche sind eben glücklich mit der ein oder anderen Falte wie ich, andere aber nicht. Allerdings finde ich, dass man sich nach der OP wieder erkennen muss.

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