Mi., 13.02.2019

Gütersloher Investorenpaar möchte Fachhochschul-Studenten Wohnraum anbieten Käufer für Altenheim und Jugendzentrum

Das ehemalige Städtische Altenheim könnte 2020 in ein studentisches Wohnheim umgebaut werden. Links daneben befindet sich das Jugendzentrum.

Das ehemalige Städtische Altenheim könnte 2020 in ein studentisches Wohnheim umgebaut werden. Links daneben befindet sich das Jugendzentrum. Foto: Carsten Borgmeier

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Ein privates Investorenpaar möchte das Städtische Altenheim und das ehemalige Jugendzentrum an der Kaiserstraße erwerben. Das derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzte Altenheim soll auf jeden Fall erhalten bleiben, beim Jugendzentrum wird es von der Bausubstanz abhängen.

Über den Verkauf wird der Immobilienausschuss der Stadt in der kommenden Woche beraten. Beide Gebäude sollen dem Vernehmen nach zu Wohnzwecken umgebaut und modernisiert werden. Im ehemaligen Altenheim sind kleinere Apartments für Studenten der Fachhochschule Bielefeld geplant, im Jugendzentrum Wohnungen. Die Stadt muss den Verkauf offenbar nicht europaweit ausschreiben, da es bereits eine rechtliche Bindung durch eine 2015 gewährte Spende gibt.

Bei dieser Spende könnte es sich um jene 200.000 Euro handeln, mit denen Christel Linnemann vor vier Jahren den Umbau des Altenheims in eine Flüchtlingsunterkunft ermöglichte. Gegenüber der Stadt hob sie damals eine »alte Verbundenheit« zu dem Gebäude hervor, da sie in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsen sei. Dem Ehepaar Linnemann gehören weitere, größere Immobilien in unmittelbarer Nähe, darunter ein vom Gütersloher Architekten Walter Hauer umgebautes Gebäude am Kolbeplatz. Eine Anfrage bei der Familie Müller-Linnemann blieb gestern unbeantwortet.

Zum Blockunterricht nach Gütersloh

Mit der Volksbank-Tochter Geno Immobilien ist Walter Hauer maßgeblich an der Entwicklung des ehemaligen Wellerdiek-Areals beteiligt. Geno-Geschäftsführerin Heike Winter möchte den Namen des privaten Investors weder bestätigen noch dementieren; allerdings bekundet sie ein hohes Interesse an einer qualitätsvollen Nutzung der beiden Gebäude: »In direkter Nachbarschaft des Gleis-13-Areals solche Wohnungen anzubieten, ist sicherlich eine ausgezeichnete Idee. Auf diese Weise hätte auch die Innenstadt etwas von der Präsenz der Fachhochschule in Gütersloh.«

Derzeit besuchen etwa 600 Studenten den Blockunterricht der Fachhochschule im Flöttmann-Gebäude an der Schulstraße und auf Gleis 13. Die Studenten könnten auch dann noch mit einem Fahrrad zur Fachhochschule kommen, falls der Campus einmal auf dem Areal der Mansergh-Kaserne angesiedelt werden sollte. In einem Neubau entlang der Eickhoffstraße wird die Geno dieser Zielgruppe ebenfalls bewirtschaftete, möblierte Zimmer anbieten.

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