Mi., 13.02.2019

Gütersloh: Berliner Straße wird nach Umbau weniger Stellplätze haben als versprochen Plötzlich fehlen Parkplätze

Auf den 150 Metern zwischen der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße (rechts) und einem kleinen Wendekreisel auf der Strengerstraße (links) wird es nur noch 37 bis 41 Parkplätze geben.

Auf den 150 Metern zwischen der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße (rechts) und einem kleinen Wendekreisel auf der Strengerstraße (links) wird es nur noch 37 bis 41 Parkplätze geben. Foto: Grafik: Stadt Gütersloh

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Das Versprechen lautet »60«. So viele Parkplätze sollten auf der Berliner Straße zur Verfügung stehen, wenn sie erst einmal umgebaut ist. Das sei »eine ordentliche Kompensation« für die auf dem Rathausplatz wegfallenden Stellplätze, sagten die Architekten Lohaus + Carl, als die Stadt im Januar 2017 noch die Zustimmung des Rates zum Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes benötigte.

Mit einem Mal sind es nur noch 37, 38 oder 41 Stellplätze auf der Berliner Straße – diese drei Zahlen wurden gestern im Planungsausschuss genannt. Offen blieb, ob Ingenieur Ralf Düspohl vom Planungsbüro Röver und Tiefbauamtsleiter Alfons Buske in ihren Aufzählungen die fünf Behindertenparkplätze jeweils hinzu addierten oder abzogen. Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) war das einerlei; er bemerkte sofort: »Das sind deutlich weniger als vereinbart« und beugte dem absehbaren Ärger schon einmal vor: »Ein Auftrag dazu darf erst vergeben werden, wenn diese Pläne zunächst in einer Bürgerversammlung vorgestellt wurden. Nicht vorher.«

Von der Skizze zum Entwurf

Der Parkplatzschwund hatte offenbar etwas mit dem Weg von der groben Lohaus+Carl-Skizze bis zum konkreten Düspohl-Entwurf zu tun. Stadtbaurätin Nina Herrling: »Um die Parkplätze an der Rathausseite schräg anzuordnen, fehlt der Platz. Die Leute würden mitten auf der Fahrbahn ein- und aussteigen.« Außerdem führe die schräge Anordnung zu keinem einzigen Stellplatz mehr.

In dem Entwurf gibt es auch keinen Zebrastreifen und keine Mittelinsel mehr auf der Berliner Straße. »Kein Problem«, führte Verkehrsplaner Michael Wewer aus, da der gesamte Querschnitt der Fahrbahn schrumpfe und das Tempo dort auf 20 Stundenkilometer reduziert werde. Eine von Manfred Reese (Linke) angeregte Fahrradstraße lehnte Wewer ab: »Auf 100 Metern? Der Hauptzweck der Straße ist Parken und Gehen.« Die vier Kastanien vor dem Rathaus sind erkrankt und werden durch neue Bäume ersetzt.

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