Mi., 17.04.2019

Hüttenbrink-Umleitung: Bis zu 15 Zentimeter tiefe Krater an Franz-Grochtmann-Straße Schleichweg wird zur Schlaglochpiste

Matheo (7 Jahre), Bennet (8), Lennart (11) und Neele (4) messen mit dem Zollstock nach: Bis zu 15 Zentimeter sind die Schlaglöcher an der Franz-Grochtmann-Straße tief. Wer mit dem Fuß, Roller oder Fahrrad hineingerät, kann sich schwer verletzen.

Matheo (7 Jahre), Bennet (8), Lennart (11) und Neele (4) messen mit dem Zollstock nach: Bis zu 15 Zentimeter sind die Schlaglöcher an der Franz-Grochtmann-Straße tief. Wer mit dem Fuß, Roller oder Fahrrad hineingerät, kann sich schwer verletzen. Foto: Dunja Delker

Von Dunja Delker

Gütersloh (WB). Seit der Hüttenbrink wegen Bauarbeiten gesperrt ist, halten die Franz-Grochtmann-Straße und die Straße Im Lütken Ort als Ausweichstrecke her. Die Folge sind nicht nur zu viel und zu schneller Verkehr, sondern auch kaputte Straßen.

Wenn Bennet morgens seinen Nachbarn Matheo (7) abholt, um zur Edith-Stein-Schule zu gehen, hat der Achtjährige schon ein kleines Abenteuer hinter sich. Er muss ein Stück die Franz-Grochtmann-Straße entlang gehen und sie dann überqueren. Um dieses Risiko nicht erneut eingehen zu müssen, gehen die Freunde das letzte Stück zur Schule durch den Garten und über Felder.

»Morgens zwischen 7 und 8 sowie am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr sind durch den Berufsverkehr besonders viele Fahrzeuge unterwegs«, sagt Anwohnerin Jana Kröger. Dass im Augenblick Ferien sind, beruhigt die zweifache Mutter kaum. Denn an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer halte sich hier kaum jemand.

»Ich lasse meine Frau nicht mehr mit dem Fahrrad fahren«

Ähnlich geht es anderen Anwohnern der Franz-Grochtmann-Straße: »Ich lasse meine Frau schon nicht mehr mit dem Fahrrad fahren«, sagt Reinhard ­Stickling. Seine Familie hat nachgemessen: Bis zu 15 Zentimeter ­seien die Schlaglöcher tief. Dabei sei die Strecke doch als Umleitung für Radfahrer ausgeschildert. Aus Sicht der Anwohner lebensgefährlich – zum einen wegen des Auto- und Lastwagen-Verkehrs, zum anderen aber auch wegen der tiefen Schlaglöcher.

Nach länger anhaltendem Regen seien die kraterähnlichen Vertiefungen nicht nur eine Gefahr für Zweiräder oder Fußgänger, sondern auch für Autos. Es bilde sich eine regelrechte Seenlandschaft. Wenn die Autos durch die Schlaglöcher knallten, seien die Fahrer von der Tiefe regelrecht überrascht, sagt Renate Külker und beklagt, dass das Pfützenwasser bis zur Haustür spritze. Ihre Nachbarin Johanna Schöppner hingegen wundert sich, dass bisher noch keine Achse gebrochen ist.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Schäden beseitigt

Als »spärlich« bezeichnen die Anwohner die Reaktion der Stadt auf unzählige Beschwerdeanrufe. In einer Kurve steht jetzt ein Warnschild mit der Aufschrift »Bankette nicht befahrbar«. Geändert hat sich dadurch nach Einschätzung der Spexarder nichts. Wo sollten die Autos bei Gegenverkehr auch hinfahren? Gras wächst an der Franz-Grochtmann-Straße und Im Lütken Ort links und rechts des Asphalts zumindest nicht mehr.

»Die Schlaglöcher, die schon jetzt in gewissen Zeitabständen reguliert werden, und die Bankette werden nach Abschluss der Bauarbeiten ausgebessert«, kündigt die Stadtverwaltung auf Nachfrage an. Das Problem gebe es ja immer wieder bei Baustellen. »Wenn sich alle an die Umleitungsbeschilderung halten würden, käme es wahrscheinlich nicht zu solchen Schäden.«

»Freie Fahrt« heißt es erst Ende Mai

Wenn alles nach Plan läuft, hat sich die »Umfahrung« über die Franz-Grochtmann-Straße ab Mai zu einem wesentlichen Teil erledigt. Die T-Kreuzung Hüttenbrink/Sürenheider Straße soll dann genau wie die Fahrt auf dem Hüttenbrink wieder freigegeben sein. Am Knotenpunkt an der Sürenheider Straße, wo es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen mit Fahrradfahrern gekommen war, werden derzeit noch eine Linksabbiegerspur und eine Ampelanlage installiert.

Endgültig »Freie Fahrt« heißt es aber erst Ende Mai. Dann sollen auch die letzten Bauarbeiten auf dem Teilstück zwischen den Kreisverkehren auf Verler Gebiet bis nach Sürenheide abgeschlossen sein.

 

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