Mi., 17.04.2019

Gütersloher Polizei mahnt zur Vorsicht bei Unkrautbeseitigung mit Feuer Gasbrenner setzt Hecke in Flammen

Beim Unkraut-Abflämmen sind in den vergangenen Jahren im Kreisgebiet mehrere Brände entstanden.

Beim Unkraut-Abflämmen sind in den vergangenen Jahren im Kreisgebiet mehrere Brände entstanden. Foto: dpa

Gütersloh (WB). Immer wieder kommt es laut Polizei zu Vorfällen mit so genannten Abflämmgeräten. In Avenwedde musste am Montag die Feuerwehr ausrücken, weil am Drosselweg eine Hecke in Brand geraten war.

Unkrautzupfen zwischen den Steinplatten von Einfahrten, Gehwegen und Terrassen per Hand ist lästig, anstrengend und unbeliebt. Abflämmgeräte, die es in Baumärkten und auch Discountern zu kaufen gibt, erleichtern die Arbeit. Polizei-Sprecherin Corinna Koptik mahnt jedoch zur Vorsicht: »In den vergangenen Jahren war es vermehrt so, dass nicht nur Unkraut weggebrannt wurde – sondern häufig ganze Hecken oder gar Carports! Auch Häuser wurden bei diesen Arbeiten nicht unerheblich beschädigt.«

Der ersten Fall dieser Art in diesem Jahr habe sich am Montag am Drosselweg ereignet. Beim Abbrennen von Unkraut mit einem Gasbrenner sei versehentlich die Hecke auf einem Nachbargrundstück in Brand gesetzt worden. »Die alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Dennoch entstand hoher Sachschaden«, berichtet Koptik.

Auf Funkenflug ist zu achten

Die Polizei Gütersloh empfiehlt, beim Einsatz solcher Abflammgeräte bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Selbstverständlich sollte es dabei sein, sich an die Bedienungsanleitung zu halten, um Verbrennungen und andere unerwünschte Folgen zu vermeiden. Beim Einsatz der Abflammgeräte sollte zudem nicht geraucht werden, um Zwischenfälle mit dem Gas zu vermeiden. »Achten Sie auf die Sicherheit von Kindern und Haustieren, die sich nicht in Ihrem Arbeitsbereich aufhalten sollten«, so die Polizeisprecherin.

Angrenzende Hecken, Rasenteile, Holzzäune und auch Carports könnten durch die Hitze des Gerätes geschädigt werden. Besonders gelte dies für alte Geräte, deren Hitzeentwicklung bei bis zu 1000 Grad liegen könne. Auch auf möglichen Funkenflug sei zu achten. Besonders trockene Hecken würden innerhalb kürzester Zeit brennen.

Die Polizei empfiehlt, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Holzzäunen und gewünschter Grünbepflanzung zu halten. Bei Wind sollte man auf das Unkrautflämmen verzichten. Ein Wasserschlauch, ein gefüllter Wassereimer oder eine Gießkanne sollten zudem griffbereit sein.

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