Mo., 22.04.2019

Polizist nutzt Discounter-Produkt – darauf sollte geachtet werden – mit Video So sitzt der Helm richtig

Die 39-jährige Daniela Wilmsmeier lässt sich ihren Helm von Andreas Kwiotek von der Polizei Gütersloh überprüfen.

Die 39-jährige Daniela Wilmsmeier lässt sich ihren Helm von Andreas Kwiotek von der Polizei Gütersloh überprüfen. Foto: Fahrenwald

Von Jennifer Schönfisch

Gütersloh (WB). Die Sonne scheint, und das Fahrrad wird wieder aus der Garage geholt. Bevor es losgeht, sollte nicht nur das Rad überprüft werden, sondern auch der Helm. Doch was gibt es da überhaupt zu beachten?

Im Rahmen der Kampagne »Radschlag« will die örtliche Polizei verstärkt gegen die Unbeliebtheit des Fahrradhelms vorgehen. Inzwischen lassen nämlich mehr als 80 Prozent der Radfahrer den Kopfschutz weg, sagt Polizist An­dreas Kwiotek. Obwohl in Deutschland keine Tragepflicht besteht, rät er trotzdem, einen Helm zu tragen. Und dafür müsse gar nicht tief ins Portemonnaie gegriffen werden, erklärt Kwiotek interessierten Radfahrern am Infostand am Berliner Platz. Da in Deutschland nur Helme mit CE-Prüfsiegel verkauft werden dürfen, erfülle jeder, auch die Discounter-Variante, die der Polizist selbst besitzt, einen festgelegten Mindeststandard. Trotzdem sollte man mehrere Aspekte beachten.

Wann ist der Helm zu alt?

Zunächst empfiehlt Kwiotek, den Fahrradhelm nach sieben bis acht Jahren auszutauschen. Dies überrascht auch Daniela Wilmsmeier. Die 39-jährige ist oft mit ihrer Familie mit dem Rad unterwegs, ihr Helm ist auch schon zehn Jahre mit dabei. Sie wird ihr Exemplar nun austauschen.

Grund für den nötigen Wechsel ist das Styropor, was den Hauptbestandteil des Helms darstellt. Wird dieses nämlich mit der Zeit porös, kann es den entsprechenden Schutz nicht mehr aufrecht erhalten, sagt Kwiotek.

Risse sind gefährlich

Nach einem Sturz sollte der Fahrradhelm außerdem auf Risse überprüft werden. Falls welche vorzufinden sind, heißt es ebenfalls: austauschen. Denn an dieser sogenannten Sollbruchstelle würde der Helm bei einem erneuten Sturz höchstwahrscheinlich auseinanderbrechen, statt die Aufprallstelle zu schützen.

Auch der richtige Sitz zählt. Ein Helm, der sich beim Sturz vom Kopf löst, kann in der Situation seine Funktion nicht erfüllen, sagt Kwiotek. Ungefähr einen Fingerbreit zwischen Riemen und Kinn dienen als Orientierung beim Aufsetzen des Helms.

Vergleichbar sei der Helm laut Kwiotek mit der Hülle eines Smartphones. »Um sein Handy hat man doch auch eine Hülle, wieso schützt man dann sich selbst nicht genauso?«

Ebenso wichtig wie der Helm sei auch die eigene Verhaltensweise im Straßenverkehr, sagt Andreas Kwiotek. Fehlverhalten wie die Benutzung des Fahrradweges auf der falschen Seite oder gar der Gehwege seien oft der Grund für Unfälle. Auch das Mobiltelefon habe während der Fahrt nichts in der Hand zu suchen.

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