Gütersloh: Eckhard Fuhrmann (FDP) hilft Basma beim Wechsel auf andere Schule
Lerntipps vom Ratsherrn

Gütersloh (WB). Der Leistungsgedanke in der FDP ist keineswegs auf Unternehmer, Selbstständige oder leitende Angestellte beschränkt. Der liberale Ratsherr Eckhard Fuhrmann kümmert sich als Lernpate in der Gütersloher Suppenküche auch um ambitionierte Kinder, die es ohne Hilfe wohl nicht schaffen würden.

Donnerstag, 02.05.2019, 08:15 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 08:30 Uhr
FDP-Ratsherr Eckhard Fuhrmann (68) arbeitet als einer von 13 ehrenamtlichen Lernpaten in der Gütersloher Suppenküche mit. Dabei erteilt er nicht nur Nachhilfe, er hält auch Kontakt zu Lehrern, Eltern und anderen Bildungseinrichtungen. Foto: Jens Dünhölter
FDP-Ratsherr Eckhard Fuhrmann (68) arbeitet als einer von 13 ehrenamtlichen Lernpaten in der Gütersloher Suppenküche mit. Dabei erteilt er nicht nur Nachhilfe, er hält auch Kontakt zu Lehrern, Eltern und anderen Bildungseinrichtungen. Foto: Jens Dünhölter

Zum Beispiel Basma (18, persönliche Daten geändert). Wenige Monate vor Verlassen der Hauptschule Ost steht die Zehntklässlerin als eine der Klassenbesten in den drei Hauptfächern Deutsch, Mathematik, Englisch auf einer glatten Zwei. Ihr Notendurchschnitt von 1,9 erfüllt den Qualifikationsvermerk für die Fortsetzung der Schulkarriere in der gymnasialen Oberstufe.

Dennoch wird Basma im Sommer die Schulbank gegen einen weißen Kittel tauschen. Der Ausbildungsvertrag zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (früher Arzthelferin) ist bereits unterschrieben. Ein erstaunlicher Weg.

Vor dreieinhalb Jahren besuchte Basma noch eine Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung. Eckhard Fuhrmann: »Die Kenntnisse der deutschen Sprache waren gut, ihr Wortschatz dagegen bescheiden.« Der 68-jährige FDP-Ratsherr ist einer von 13 ehrenamtlichen Lernpaten, die in der Suppenküche gegen Bildungsarmut kämpfen. Betreut werden derzeit 17 Kinder quer durch alle Schulformen. Durch Bildung oder die Vermittlung von Praktika werden »Perspektiven für Ausbildung oder das Studium geschaffen«, beschreibt Einrichtungsleiterin Inge Rehbein den seit 2010 beschrittenen Weg.

Mehr als ein Nachhilfelehrer

Die freiwilligen Unterstützer wie der 2015 zu diesem Kreis gestoßene Eckard Fuhrmann sind dabei weitaus mehr als Nachhilfelehrer. Neben zwei jeweils einstündigen wöchentlichen Treffs in der Stadtbibliothek fungieren die Paten als Bindeglied zwischen Schule, Klassenlehrer und Eltern, fördern Interessen, unternehmen mit ihren Zöglingen Ausflüge oder sorgen wie im Fall Basma mit viel Geduld für einen Schulwechsel.

Eckard Fuhrmann: »Basma gehörte nicht auf eine Förderschule. Sie hat sich dort nicht wohl gefühlt. Dementsprechend waren auch die Schulnoten«. Im Dialog mit Schule und Eltern gelang im Herbst 2016 der Wechsel auf die Regelschule. Mit einem »Raketenstart und der Teilnahme am Mathe-Leistungskurs«, so Fuhrmann, sei sehr schnell klar geworden, wie richtig diese Entscheidung war.

Dabei habe er von solch einem Lern- und Entwicklungsschub niemals zu träumen gewagt: »Ich war der Überzeugung, dass sie einen guten Hauptschulabschluss schafft. Aber diese Entwicklung ? Nein, das hätte ich nicht für möglich gehalten«.

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