Di., 07.05.2019

Gütersloh: Im neuen Vertrag wird Stadtschützen höherer Pachtzins zugestanden Stadt will Heidewald 30 Jahre pachten

Das Heidewaldstadion ist dringend renovierungsbedürftig. Sollte der Rat einer weiteren, 30-jährigen Pacht zustimmen, wären Investitionen zu rechtfertigen.

Das Heidewaldstadion ist dringend renovierungsbedürftig. Sollte der Rat einer weiteren, 30-jährigen Pacht zustimmen, wären Investitionen zu rechtfertigen. Foto: Wolfgang Wotke

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Im Heidewaldstadion soll der Fußball weiter rollen. In der Abstimmung über einen neuen, 30 Jahre dauernden Pachtvertrag zwischen der Stadt und der Gütersloher Schützengesellschaft müssen die Ratsmitglieder jetzt zeigen, wie ernst es ihnen mit dieser Parole ist.

Der alte, zwischen den Stadtschützen, den Eigentümern, und der Stadt, dem Pächter, ausgehandelte Vertrag läuft zum 31. Juli 2019 aus. In einem in mehr als zwölf Monaten ausgefeilschten Folgevertrag stimmt die Stadt dem Vernehmen nach einem um 50 Prozent höheren Pachtzins zu. Eine Wertgleitklausel im Umfang von bis zu zehn Prozent wird unter anderem inflationsbedingte Anpassungen ermöglichen. Damit dürften die Stadtschützen ihre in öffentlichen Versammlungen verkündeten Maximalforderungen – 25. bis 28.000 Euro Pacht pro Jahr statt bisher 11.000 Euro – nicht durchgesetzt haben. Allerdings gesteht die Stadt den Schützen im neuen Vertrag erstmals zu, für die Abbruchkosten des Heidewaldstadions aufzukommen, sollte der Vertrag nach 30 Jahren nicht abermals verlängert werden. Bisher müssten die Schützen den Abbruch bezahlen, wenn sie das Areal anschließend in Bauland umwandeln wollten.

Holztribüne ist marode

Mit der Aussicht, das Heidewaldstadion vorerst weiter bis zum Jahr 2049 nutzen zu können, dürften auch die anstehenden Investitionsentscheidungen leichter fallen. So plant die Stadt in den Jahren 2021/2022 weitere 1,5 Millionen Euro in die Sanierung der alten Holztribünen zu investieren. Ferner strebt der FC Gütersloh den Neubau eines Mehrzweck-, VIP- und Jugendraumes auf der zu renovierenden Toilettenanlage an. Zu den 1,05 Millionen hohen Baukosten soll die Stadt 900.000 Euro beisteuern.

Schließlich sollen auch die Parkplätze vor dem Stadion instand gesetzt werden. Im neuen Vertrag sichert sich die Stadt schon einmal die Möglichkeit ab, dort künftig Parkgebühren zu erheben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6593693?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F