Di., 21.05.2019

Brütereien aus Gütersloh und Paderborn wollen Praxis beibehalten Bundesverwaltungsgericht verschiebt Entscheidung zum Kükentöten

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Leipzig/Gütersloh/Paderborn (dpa). Das Bundesverwaltungsgericht hat seine ursprünglich für diesen Donnerstag geplante Entscheidung zum millionenfachen Kükentöten verschoben. Es gebe noch weiteren Beratungsbedarf, sagte eine Sprecherin des Gerichts in Leipzig am Dienstag. Zudem hätten mehrere Fernsehsender beantragt, die Urteilsverkündung live zu übertragen.

Über die Zulassung des Fernsehens müsse der Senat ebenfalls noch entscheiden. Das Urteil soll nunmehr am 13. Juni um 10 Uhr gesprochen werden. (Az.: BVerwG 3 C 28.16 und 3 C 29.16)

In dem Rechtsstreit geht es um das Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht. Rund 45 Millionen Tiere werden in Deutschland jedes Jahr getötet. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die heftig kritisierte Praxis 2013 per Erlass verbieten wollen. Zwei Brütereien aus den Landkreisen Gütersloh und Paderborn klagen dagegen. In den Vorinstanzen bestätigten die Gerichte, dass es für das Kükentöten einen »vernünftigen Grund« gebe. Ob das zutreffend ist, muss das Bundesverwaltungsgericht in dritter Instanz entscheiden.

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