Sa., 08.06.2019

Schulen verärgert: Land hat Freibeträge seit 14 Jahren nicht angehoben Zu wenig Geld für Bücher

Weil nicht genügend Geld da sei, so die Kritik, müssten die Schulen in manchen Fächern auf Schulbücher verzichten.

Weil nicht genügend Geld da sei, so die Kritik, müssten die Schulen in manchen Fächern auf Schulbücher verzichten. Foto: dpa

Von Michael Delker

Gütersloh (WB). Die Gütersloher Schulen sind verschnupft: Ihren Angaben zufolge hat das Land Nordrhein-Westfalen die Lehrmittelfreiheitsbeträge seit dem Jahr 2005 nicht mehr erhöht.

»Jährlich steigen die Preise pro Schulbuch oder Arbeitsheft um 50 Cent bis einen Euro. »Vom vorgesehenen Lehrmittelfreibetrag lassen sich die für den Unterricht nötigen Bücher und Arbeitshefte nicht mehr finanzieren«, kritisieren die Schulen und haben einen gemeinsamen Antrag formuliert.

Demnach soll die Stadt das Gespräch mit dem Städte- und Gemeindebund NRW und den Städtetag NRW suchen. Diese sollen dann auf das Land einwirken, damit die Schulbuch-Etats spätestens im kommenden Haushaltsjahr deutlich erhöht werden. Derzeit stehen in der Primarstufe 36 Euro, in der Sekundarstufe I 78 Euro und in der Sekundarstufe II 71 Euro pro Schüler zur Verfügung, wobei ein Drittel des Lehrmittelfreibetrags von den Eltern zu finanzieren ist.

In einzelnen Fächern wird auf Bücher verzichtet

»Manche Schulen sind dazu übergangen, komplett ohne Lehrwerk für einzelne Fächer zu arbeiten oder per Klassenkonferenzbeschluss Arbeitshefte zusätzlich zum vorgesehenen Etat anzuschaffen«, heißt es in dem Antrag. Das führe schnell dazu, dass die Lehrmittelfreiheit in Frage gestellt werde, weil, der Elternanteil auf diesem Weg leicht auf mehr als 50 Prozent der aufzubringenden Summe steige.

Die Schulen fordern eine Anhebung um mindestens 50 Prozent. »Für die Primarstufe stünden unserer Vorstellung nach dann mindestens 60 Euro, für die SEK I 117 Euro und für die SEK II 107 Euro zur Verfügung«, so die Gütersloher Schulen.

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