Di., 17.09.2019

Tankstellen- und Lottorieinhaber auf Verler Straße wollen duchhalten Geschäftsleute schränken Öffnungszeiten ein

Die Verler Straße ist nur noch einspurig in Richtung Innenstadt befahrbar.

Die Verler Straße ist nur noch einspurig in Richtung Innenstadt befahrbar. Foto: Carsten Borgmeier

Von Dunja Delker

Gütersloh-Spexard (WB). Die Einbahnstraße auf der Verler Straße bremst den Verkehr zwar aus, heizt die Gerüchteküche aber an. Schon ist von ersten Schließungen im Ortsteil Spexard die Rede. Das ist offensichtlich aber nicht der Fall.

Gleichwohl stellen sich die anliegenden Geschäfte auf die Baustelle ein. Der Lotto- und Schreibwarenladen Plaßmann öffnet morgens statt um 7 jetzt erst um 8 Uhr. Silke Inderfuth, Ehefrau von Inhaber Dirk Plaßmann: »Uns fehlen die Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit noch eine Besorgung machen.« Ihr Mann sei erleichtert, eineinhalb Jahre nach der Eröffnung in Spexard zum 1. Juli noch ein weiteres Geschäft in Halle übernommen zu haben. »Halle trägt uns mit«, sagt Silke Inderfurth und spricht sich vehement gegen die Gerüchte aus, die Spexarder Filiale würde zum 1. Oktober schließen: »Wir halten das gemeinsam mit unseren Kunden durch«, sagt sie. Mit ihr arbeiten vier Beschäftigte an der Verler Straße.

Schnäppchen in Waschanlage

Schräg gegenüber wirbt auch Esmin Gruda um seine Kunden. Der Inhaber der Esso-Tankstelle lockt die Autofahrer mit Schnäppchenpreisen für die Waschanlage. Doch die Öffnungszeiten hat er bereits eingeschränkt: Statt rund um die Uhr hat die Esso-Tankstelle mittlerweile nur noch von 5.30 bis 23.30 Uhr geöffnet. Gruda graut es vor regnerischen Herbst- und kalten Wintertagen: »Bisher kommen vor allem in den Abendstunden und am Wochenende noch viele Kunden zu Fuß«, sagt er. Doch wenn es draußen ungemütlich werde, nehme auch das Shop-Geschäft – ein sehr wichtiges Standbein – dramatisch ab. »Durchhalten« heißt auch für Esmin Gruda und seine 15 Mitarbeiter die Parole.

Von »dramatischen Umsatzrückgängen« spricht auch Sabine Teeke von der Bäckerei »Gerd’s Backstube«. Doch auch hier hat das Rheda-Wiedenbrücker Unternehmen mit Hilfe seiner zwölf Mitarbeiter der Baustelle den Kampf angesagt: »Wir versuchen alles, um die Zeit zu überstehen«, sagt sie.

Mit Blick auf die Pläne von Reiner Schenke für einen Supermarkt auf dem Gelände des ehemaligen »Spexarder Krugs« sagt die Frau von Backshop-Inhaber Gerhard Teeke: »Unser Mietvertrag läuft noch und wir sind auch gewillt, ihn zu verlängern.«

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