Mo., 30.09.2019

Verbandsligist TV Isselhorst unterliegt im Kampf um den Klassenerhalt HSG Porta Fehlstart ist perfekt

Zu selten konnte sich Rückraumspieler Jonas Plassmann für den TV Isselhorst derart in Szene setzen wie bei dieser Aktion.

Zu selten konnte sich Rückraumspieler Jonas Plassmann für den TV Isselhorst derart in Szene setzen wie bei dieser Aktion. Foto: Henrik Martinschledde

Gütersloh-Isselhorst (WB). Die manchem übertrieben erschienene »Gewinnwarnung«, die Teammanager Guido Marquardt vor Saisonbeginn für die Verbandsliga-Handballer des TV Isselhorst ausgesprochen hatte, erweist sich mehr und mehr als absolut berechtigt. Mit dem 23:27 gegen die HSG Porta Westfalica erlitt der letztjährige Vizemeister am Samstag im dritten Saisonspiel die dritte Niederlage und steckt unverkennbar im Kampf um den Klassenerhalt. »Wir wissen, dass es schwierig ist, aber da müssen wir jetzt durch«, bittet Marquardt um Geduld.

Die von Abgängen und Ausfällen gebeutelte Mannschaft muss sich finden und über intensives Training steigern. Ebenso wichtig: Die Suche nach einer Verstärkung für den unterbesetzten Rückraum muss schnell erfolgreich werden. »Hohe Telefonkosten habe ich«, lautete die entsprechende Wasserstandsmeldung des Teamchefs: »Aber so kurz nach Saisonbeginn ist der Markt eher leer.«

Trainer Dirk Elschner fand die erneute Heimschlappe auch deswegen »ein Stück weit ernüchternd«, weil die HSG Porta Westfalica stark ersatzgeschwächt angetreten war. »Wir hätten eine Chance gehabt«, ärgerte sich der TVI-Coach über unerklärliche Schwächen seiner Mannschaft. Vor allem die vielen technischen Fehler, Elschner zählte 18, brachen dem TVI das Genick. »Damit kann man kein Spiel gewinnen«, urteilte der Trainer und ergänzte: »Wenn dann noch 14 Fehlwürfe dazukommen, kann man sich ausrechnen, wie so ein Spiel endet.« An beidem war Jonas Dallmann beteiligt. Der 1,98 Meter große Rückraumschlacks, mit argem Trainingsrückstand in seine 60-Minuten-Partie gegangen (aber immerhin ordnungsgemäß im Spielbericht eingetragen), entwertete seine ohnehin magere Trefferquote (4) durch mindestens ebenso viele Patzer. Elschner attestierte ihm einen »gebrauchten Tag«, ohne den Stab über den vom Kreisligisten Herzebrock gekommenen 21-Jährigen zu brechen. Schließlich wechselte sich mit Maurice Grabmeir auch einer der routinierten Isselhorster durch eine Fehlerserie in der ersten Halbzeit quasi selbst aus.

Zur Pause lag der TVI noch hoffnungsvoll mit 11:12 zurück. Das hatte er seinem starken Torhüter Eugen Rogalski zu verdanken, der bis dahin elf Würfe abwehrte, und starken Einzelaktionen von Moritz Lünstroth. Der Linkshänder glich trotz doppelter Unterzahl mit zwei Treffern hintereinander zum 8:8 aus und sorgte in der 26. Minute mit einem Heber von außen zum 11:10 für die erste (und einzige Führung) im Spiel. Leider vergaben Frederic Grabmeir und Max Kollenberg Top-Chancen, einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuwerfen, indem sie an Torhüter Tristan Frerichs scheiterten.

In der zweiten Halbzeit blieb die Manndeckung des einzigen Porta-Rückraumwerfers Jan-Christoph Hohlfeldt durch Frederic Grabmeier zwar erfolgreich. Aber weil die Isselhorster Abwehr immer wieder Löcher für Kreisläufer Malte Tretzack öffnete, war die Niederlage im Prinzip früh besiegelt. »Wir haben das zugelassen, weil wir unmotiviert die Positionen verlassen haben«, motzte Elschner. Nur noch einmal (16:17) brachte Lünstroth den TVI in die Nähe des Ausgleichs. »Am Ende war es Ergebniskosmetik«, kommentierte Dirk Elschner die Tatsache, dass der zwischenzeitliche Sieben-Tore-Rückstand (19:26) noch etwas schmolz. Für mehr kam sein Team nicht in Frage, weil die Angriffe bestenfalls zu einer wilden, aber meist unergiebigen Lauferei gerieten. Auch der Plan, die offensive Deckung der HSG Porta Westfalica mit zwei Kreisläufern (Boese, Höcker), auszuspielen funktionierte überhaupt nicht.

TV Isselhorst: Rogalski, Graewe, Reitz – Vossen, F. Grabmeir (6/1), Kollenberg (2), Reckmann, Lünstroth (7/2), Höcker (2), Boese (2), Springer, M. Grabmeir, Dallmann (4).

HSG Porta Westfalica: Frerichs – Müller (1), Delius, Wehmeier (4/1), Göpfert (2), Tretzack (7), Fuchs (5), Y. Naumann (4), Hohlfeld (4/1), J. Naumann, Warermann.

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