Fr., 11.10.2019

Städtisches Gymnasium kooperiert mit der Uni Bielefeld 30.000 Euro für digitale Bildung

Am Städtischen Gymnasium lernen Achtklässler am Tablet Englisch – so auch (von links) Max, Julius und Youssef.

Am Städtischen Gymnasium lernen Achtklässler am Tablet Englisch – so auch (von links) Max, Julius und Youssef. Foto: Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Digitales Lernen wird immer wichtiger. Das Städtische Gymnasium (SG) wurde jetzt als eine von drei Schulen in OWL in das Förderprogramm »Schule in der digitalen Welt« aufgenommen und erhält über zwei Jahre insgesamt 30.000 Euro.

Das Geld wird in die Fortbildung von Lehrern und in die Entwicklung und den Ausbau neuer Unterrichtskonzepte investiert. Außerdem ermöglicht es den flexiblen Kauf von Hard- und Software.

Die Vorbereitung auf den Umgang mit der digitalen Umwelt sei heute ein Schwerpunkt schulischer Arbeit, sagt Schulleiter Axel Rotthaus über die Aufnahme in das Förderprogramm. Initiiert wird es vom Stifterverband und der Heinz-Nixdorf-Stiftung, finanziert für die drei aufgenommenen Schulen in Ostwestfalen-Lippe von der Osthushenrich-Stiftung.

Von Zusammenarbeit profitieren

15.000 Euro stehen für technische Ausstattung, den Kauf von Software oder Schnittstellen zur Verfügung, weitere 15.000 Euro gibt es für Beratung und Coaching. »Dieses Projekt schafft Flexibilität und Planmäßigkeit, um Ausstattung und Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien zur Verbesserung des Unterrichts zusammenzuführen«, sagt Rotthaus.

»Wir wollen Schulen auf die Veränderungen durch die Digitalisierung vorbereiten«, ergänzt Professor Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes. Das Programm richtet sich an Schüler und Lehrer, die gemeinsam Projektvorschläge erarbeiten sollen. Dabei werden sie von Beratern und Coaches begleitet und tauschen sich ebenfalls mit anderen Schulen und lehrerbildenden Hochschulen aus.

Gerade die Kooperation zwischen Schule und Hochschule soll dazu beitragen, Lehrer so auszubilden, dass sie Medienkonzepte für den Schulalltag konzipieren und umsetzen können. Die Schulen profitieren von der Zusammenarbeit mit motivierten Studierenden, um zum Beispiel neue kooperative Lernformen zu entwickeln.

Ideen ausprobieren

Das SG arbeitet mit der Universität Bielefeld zusammen, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern Mathematik, Biologie und Physik. »Die Lehrer können den angehenden Lehrern in der Hochschule vermitteln, was möglich ist, und die Studierenden können ihre eigenen Ideen in der Schule ausprobieren. So erhält realer Schulalltag Einzug in die Hochschule«, beschreibt Claas Wegner, Professor der Biologie-Didaktik, die Vorzüge.

Um innovative Schule gehe es auch der Initiative »Pacemaker« (Schrittmacher für digitale Schulen), legt Julian Michels, Referent für Bildung und Digitales, dar. Der für das SG zuständige Coach will Schulen aktiv durch Inputs zu Methodik und Didaktik ausbilden.

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