Mi., 04.12.2019

Gütersloh Gütersloher liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Gütersloh/Dortmund (WB). Ein 41-Jähriger aus Gütersloh hat am Dienstagnachmittag mehrere Beamte der Autobahnpolizei Dortmund auf Trab gehalten. Sie lieferten sich mit dem nach Polizeiangaben rücksichtslosen und offenbar alkoholisierten Mann eine Verfolgungsfahrt, die auf der A 1 startete und auf der A 44 endete.

Zunächst waren anderen Autofahrern die Fahrmanöver des Mannes auf der A 1 aufgefallen. Sie benachrichtigten gegen 16.30 Uhr die Polizei und berichteten davon, dass ein Auto in Schlangenlinien unterwegs sei. Im Bereich einer Baustelle an der Anschlussstelle Volmarstein soll der Autofahrer mit seinem Wagen mit hoher Geschwindigkeit durch eine dort wegen eines Staus gebildete Rettungsgasse gefahren sein.

Beinahe-Crash mit dem Streifenwagen

Dabei touchierte sein VW nicht nur mehrere Spiegel von anderen Fahrzeugen, sondern kollidierte schließlich auch noch mit dem Heck des Autos eines 19-Jährigen aus Troisdorf. Beide Autofahrer stiegen aus. Der junge Mann konnte jedoch nur eine Karte seiner Versicherungsgesellschaft an den Gütersloher übergeben. Denn der stieg wieder in sein Auto, setzte zurück und fuhr weiter.

Etwa einen Kilometer vor der Raststätte Lichtendorf geriet der VW schließlich ins Visier einer Streifenwagenbesatzung. Mehrere Versuche, den Wagen anzuhalten, blieben erfolglos – auch weil sich der Fahrer immer wieder zu riskanten Manövern und Beinahe-Crashs mit dem Streifenwagen hinreißen ließ. Bei einem abrupten Wechsel auf die A 44 im Autobahnkreuz Dortmund/Unna verloren die Beamten den Fahrer zunächst aus den Augen.

Polizisten entdecken Flüchtigen telefonierend auf dem Seitenstreifen

Jedoch nicht lange, denn auf der A 44, unmittelbar vor der Ausfahrt zu einem Parkplatz, erkannte eine Streifenwagenbesatzung den Wagen auf dem Seitenstreifen. Dort hatte der Fahrer angehalten und saß telefonierend auf dem Fahrersitz. Der Aufforderung der Beamten die Tür zu öffnen kam er erst nach, nachdem die Polizisten gedroht hatten, im Zweifelsfall auch die Scheibe einzuschlagen. Sie nahmen den 41-Jährigen aus Gütersloh anschließend sofort fest.

Zu Vorwürfen wie dem des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und des missbräuchlichen Benutzens der Rettungsgasse kam am Ende ein weiterer hinzu: Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest lieferte ein Ergebnis von mehr als ein Promille. Den Führerschein und das Auto des 41-Jährigen stellten die Polizisten sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen.

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