Mi., 04.12.2019

35 Einsatzfahrzeuge und 130 Berufsfeuerwehrleute sind still und leise umgezogen – Mit Video Mit Blaulicht in die neue Wache

Im Konvoi und mit Blaulicht fahren die 35 Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Gütersloh die rund 200 Meter vom alten zum neuen Standort.

Im Konvoi und mit Blaulicht fahren die 35 Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Gütersloh die rund 200 Meter vom alten zum neuen Standort. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). Geschafft! Im Korso, mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn haben sich am Mittwoch 35 Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr auf den kurzen Weg vom alten Standort in den Neubau der Feuer- und Rettungswache am Marktplatz gemacht.

Auch 130 Berufsfeuerwehrleute sind in ihr hochmodernes Domizil gezogen. „Den Umzug haben die Bürger kaum bemerkt“, freut sich Feuerwehr-Chef Hans-Joachim Koch.

Glücklicherweise mussten zum Zeitpunkt der Umsiedlung keine Feuer gelöscht werden. Lediglich vier Rettungswagen waren im Einsatz. „Sogar alle Kameraden, die frei hatten, sind gekommen und haben mit angepackt“, zeigte sich Koch mit dem Ablauf zufrieden. Ab sofort ist die neue Wache (Kosten: 23,9 Millionen Euro) die Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr und der Kreisleitstelle für den Rettungsdienst sowie für den Brand- und Katastrophenschutz.

Leitstelle ist bereits seit Dienstag in Betrieb

Die Umstellung der Telefonleitungen und des Notrufes, so Koch, sei ohne Probleme erfolgt. Immerhin musste die Alarmierung sichergestellt werden. „Nach etlichen Tests konnten wir die alte Leitstelle schon am Dienstag gegen 16 Uhr abschalten.“

In der neuen Leitstelle erfolgt die komplette Einsatzführung mit der Notrufannahme, der Disposition der Einsatzmittel und deren Führung über Funk. Die Mitarbeiter dort arbeiten mit einem modernen Einsatzleitsystem. Das Herzstück der Leitstelle ist ein moderner Einsatzleitrechner. Er überwacht den Einsatzstatus von Fahrzeugen. Alle taktisch relevanten Daten von der Einsatzeröffnung bis zum Einsatzende werden im Computer dokumentiert und in einer Datenbank abgelegt.

Zufahrt erfolgt über die Vennstraße

Die vier Gebäuderiegel der ­ Wache (drei von ihnen zweigeschossig) umschließen einen großen Innenhof. Die Zufahrt zum 9500 Quadratmeter großen Areal erfolgt von der Vennstraße, die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge über die Prekerstraße. Im Erdgeschoss befinden sich die Hallen mit 32 Stellplätzen für die Einsatzwagen, dazu eine Werkstatt, Desinfektionshallen, Wasch- und Lagerräume sowie eine Bestückungsgasse.

Im Obergeschoss sind die Dienst- und Aufenthaltsräume. Der Neubau verfügt über 7500 Quadratmeter Nutzfläche. Nicht zu übersehen: der 22 Meter hohe Übungsturm, der zu Trainingszwecken dient, beispielsweise für die Höhenrettung.

„Zuletzt war alles nur noch ein Behelf“

An allen Planungen war die Feuerwehr von Anfang an beteiligt. „Jetzt können alle Abläufe deutlich besser gestaltet werden. Die Funktionalitäten und Bereiche sind klar und sinnvoll gegliedert“, sagte Hans-Joachim Koch. Am alten Standort an der Friedrich-Ebert-Straße, wo die Feuerwehr seit 1985 untergebracht war, herrschte seit Jahren Raumnot.

„Wir sind personell stark gewachsen. Dort war alles zuletzt nur noch ein Behelf.“ Jetzt könne man auf eine moderne Technik zurückgreifen, vom vollständigen An- und Absaugen der Luft in der Fahrzeughalle bis hin zur Desinfektion für Einsatzfahrzeuge- und personal. In der alten Wache bleibt die Freiwillige Feuerwehr. Diese Gebäude sollen ab dem nächsten oder übernächsten Jahr saniert werden.

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